Max-Weber-Stiftung Pressemitteilungen https://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/aktuelles-presse.html Max-Weber-Stiftung Pressemitteilungen de © Max-Weber-Stiftung Tue, 13 Jan 2026 19:04:31 +0100 Tue, 13 Jan 2026 19:04:31 +0100 TYPO3 EXT:news news-17785 Fri, 05 Dec 2025 10:35:43 +0100 Internationaler Forschungspreis der Max Weber Stiftung geht an ukrainische Kunsthistorikerin https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/internationaler-forschungspreis-der-max-weber-stiftung-geht-an-ukrainische-kunsthistorikerin.html Stefaniia Demchuck ist die diesjährige Preisträgerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung. Der Preis ist mit 5. 000 Euro dotiert und ermöglicht zudem die Übersetzung und Publikation einer Arbeit der Preisträgerin. Die Max Weber Stiftung (MWS) mit ihren geisteswissenschaftlichen Instituten im Ausland verleiht den Internationalen Forschungspreis an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ihren Gastländern. Ute Frevert, Präsidentin der Max Weber Stiftung, erläutert: „Der Forschungspreis würdigt insbesondere originelle Ansätze und wissenschaftliche Publikationen aus den MWS-Gastländern. Indem er sie auch in Deutschland bekannt macht, stärkt er die transnationale Forschungskooperation. Die Arbeiten von Stefaniia Demchuck leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Kunstgeschichte der Ukraine in einem globalen Kontext neu zu verorten und sichtbar zu machen.“

Die diesjährige Preisträgerin wurde von dem neuen Forschungszentrum Ukraine der MWS in Lviv nominiert. Leiterin Iryna Klymenko begründet die Nominierung: „Stefaniia Demchuck hat bemerkenswerte wissenschaftliche Leistungen erbracht. Ihre Forschungstätigkeit ist durch innovative Fragestellungen und eine ausgeprägte internationale Orientierung gekennzeichnet – Kriterien, die der Forschungspreis in besonderer Weise würdigt.“

Der Internationale Forschungspreis der Max Weber Stiftung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre vergeben. Zusätzlich werden Übersetzungs- und Open-Access-Publikationskosten übernommen. Die Verleihung des Preises an Stefaniia Demchuck findet voraussichtlich im Frühjahr 2026 im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Forschungszentrums Ukraine in Lviv statt.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Sie unterhält dafür weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert. 

Das Forschungszentrum Ukraine in Lviv wurde 2025 gegründet. Es beschäftigt sich mit der transnationalen Geschichte der Region, die durch die politischen Grenzen der heutigen Ukraine markiert ist. Der Fokus liegt dabei auf den Kommunikationsprozessen, durch die sich die Region seit der Frühen Neuzeit bis heute mit west- und mitteleuropäischen Akteuren und Institutionen verflochten sah.
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Weitere Informationen und Kontakt:

Carla Schmidt
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Rheinallee 6, 53173 Bonn
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Pressemeldungen
news-17714 Tue, 04 Nov 2025 11:16:07 +0100 Max Weber Stiftung und Bayerische Akademie der Wissenschaften starten Ukraine-Fellowship-Programm https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/max-weber-stiftung-und-bayerische-akademie-der-wissenschaften-starten-ukraine-fellowship-programm.html Das Forschungszentrum Ukraine der Max Weber Stiftung und die Bayerische Akademie der Wissenschaften haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die ab diesem November die Vergabe von bis zu zwei Ukraine-Fellowships jährlich vorsieht. Mit ihrer Initiative reagieren beide Einrichtungen auf die aktuellen wissenschaftspolitischen Herausforderungen. Sie setzen ein deutliches Zeichen für Solidarität und wissenschaftliche Kooperation. Ziel des gemeinsamen Programms ist es, Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen zu unterstützen und die deutsch-ukrainischen Beziehungen in Wissenschaft und Forschung zu stärken.

Iryna Klymenko, Leiterin des Forschungszentrums Ukraine, zur Bedeutung des neuen Programms: „Die Kooperation mit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ist ein bedeutender Baustein für die Förderung tragfähiger Zusammenarbeit und des Austauschs zwischen der Ukraine und Deutschland. Sie unterstützt individuelle Forschungsprojekte und zugleich den Aufbau zukunftsfähiger Strukturen in einem Europa, das sich wissenschaftlich und politisch gegenwärtig neu orientiert.“

Akademiepräsident Markus Schwaiger betont: „Die Kooperation mit der Max Weber Stiftung steht für den gesellschaftlichen Auftrag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften: Wissenschaft zu fördern, Brücken zu bauen und Verantwortung in Zeiten des Umbruchs zu übernehmen. Mit dem neuen Ukraine-Fellowship stärken wir den wissenschaftlichen Dialog, der für ein freies und geeintes Europa unverzichtbar ist.“

Das neu geschaffene Ukraine-Fellowship richtet sich an herausragende Historikerinnen und Historiker sowie Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Ostmitteleuropa. Jährlich erhalten bis zu zwei Fellows die Möglichkeit zu einem Forschungsaufenthalt in Deutschland oder der Ukraine. Gefördert werden sowohl individuelle Archiv- und Bibliotheksforschungen in Deutschland und in der Ukraine, als auch Aufenthalte, die der Entwicklung von Forschungsprojekten oder der konzentrierten Manuskriptarbeit dienen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vertiefung wissenschaftlicher Kontakte, um die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und deutschen Forschungseinrichtungen nachhaltig zu stärken.

Mit der Einrichtung einer neuen Institution in der Ukraine setzt die Max Weber Stiftung ihre Neuausrichtung in der Region seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fort. Wie alle MWS-Institute dient sie dem wissenschaftlichen Austausch, der Förderung des Nachwuchses und dem Verständnis zwischen Deutschland und dem Gastgeberland. Der Fokus liegt dabei auf den Kommunikationsprozessen, durch die sich die Region, die durch die politischen Grenzen der heutigen Ukraine markiert ist, seit der Frühen Neuzeit bis heute mit west- und mitteleuropäischen Akteuren und Institutionen verflochten sah.

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Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Sie unterhält dafür weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert. www.maxweberstiftung.de

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW) ist zugleich außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Gelehrtengemeinschaft. Sie vernetzt Gelehrte über Fach- und Ländergrenzen hinweg, wirkt mit ihrer wissenschaftlichen Expertise in Politik und Gesellschaft, fördert gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs und ist ein Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Sie betreibt innovative Langzeitforschung, die in den Geisteswissenschaften v. a. zur Sicherung des kulturellen Erbes dient. Zur Akademie gehören das Leibniz-Rechenzentrum, eines der größten Supercomputing-Zentren Europas, das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation und das Walther-Meißner-Institut für Tieftemperaturforschung. Den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern fördert sie im Jungen Kolleg.
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Carla Schmidt
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Dr. Isabel Leicht
Pressereferentin
BAYERISCHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
Abteilung Kommunikation | Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Alfons-Goppel-Straße 11 (Residenz), 80539 München
T +49 89 23031 – 1336
E-Mail: presse@badw.de
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news-12891 Thu, 31 Jul 2025 12:00:00 +0200 Internationale Fachkonferenz zu Geschichtsbildern im Rechtspopulismus und der extremen Rechten https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/internationale-fachkonferenz-zu-geschichtsbildern-im-rechtspopulismus-und-der-extremen-rechten.html Früher war alles besser: Weltweit verklären rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien die Geschichte. Sie sind sehr erfolgreich damit, prägen Diskurse, mobilisieren Massen, missachten Fakten, wissenschaftliche Forschungen, gesellschaftliche Mehrheitspositionen. Die internationale Konferenz „Geschichtsbilder im Rechtspopulismus und der extremen Rechten“ beschäftigt sich mit der Frage, wie rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien und Akteure das forschungsbasierte Geschichtsverständnis umdeuten. Sie diskutiert die Leugnung und Mythenbildung, Gegenerzählungen und nationale Rechtfertigungen, die eine Wiedergeburt nationaler Größe fördern sollen.

Die Konferenz blickt über Deutschland hinaus auf rechte Geschichtsmythen in Europa und in globaler Perspektive auf Fallbeispiele von Japan bis in die USA. Sie untersucht die Mobilisierung durch Geschichte und macht Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Leibniz-Forschungsverbunds „Wert der Vergangenheit“ mit den Instituten der Max Weber Stiftung in Warschau, Rom, Paris und Tokyo sowie der Heinrich-Böll-Stiftung.

Mit u.a.: Gideon Botsch, Srirupa Roy, Klaus Oschema, Magdalena Saryusz-Wolska, Richard Steigmann-Gall

Am Abend des 8. September findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zu rechten Geschichtsmythen statt. Welche Rolle spielen sie in Politik und Gesellschaft regional, auf Bundesebene und europaweit? Was hilft dagegen? Führt viel historisches Wissen zu besserer Politik und schützt es die Demokratie? Ist mit einem „Nie wieder“ schon alles gesagt, und mobilisiert der Bezug zu Weimar noch, um demokratische Errungenschaften zu bewahren?

Mit Frank Bösch, Constanze Itzel, Katja Meier und Volker Weiß

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Wenn Sie als Pressevertreter*in teilnehmen möchten, kontaktieren Sie bitte Vera Lorenz, Heinrich-Böll-Stiftung.

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Pressemeldungen
news-12888 Wed, 30 Jul 2025 10:28:00 +0200 Ulrike von Hirschhausen wird Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Washington https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/ulrike-von-hirschhausen-wird-direktorin-des-deutschen-historischen-instituts-in-washington.html Am 1. Oktober 2025 übernimmt Ulrike von Hirschhausen die Leitung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Washington. Sie tritt damit die Nachfolge von Simone Lässig an, die das Institut seit 2015 erfolgreich führte. Ulrike von Hirschhausen, geboren in Bombay/Indien (heute Mumbai) kehrt als künftige Direktorin des DHI Washington dorthin zurück, wo sie bereits studierte und arbeitete: in die USA. Nach einem Master in History an der Stanford University 1990 wurde sie 1997 an der Universität Tübingen promoviert und hat sich 2005 an der Universität Göttingen mit einer Arbeit über „Die Grenzen der Gemeinsamkeit. Deutsche, Letten, Russen und Juden in Riga 1860-1914“ habilitiert. Sechs Jahre in Riga/Lettland, wo sie als Dozentin für Europäische Geschichte im Auftrag der Robert-Bosch-Stiftung tätig war, bildeten eine zentrale Grundlage ihrer vergleichenden Arbeiten zu Nationalismus in West- und Osteuropa und ihres Interesses an Empires in der Moderne. Seit 2010 hat Ulrike von Hirschhausen den Lehrstuhl für Europäische Geschichte an der Universität Rostock inne, 2024/25 forschte sie als Fellow des Weatherhead Research Cluster on Global History an der Harvard University.

Empires und ihr Erbe als neuer Forschungsschwerpunkt

Ihr 2023 erschienenes Buch „Empires. Eine globale Geschichte 1780-1920“ (gemeinsam mit Jörn Leonhard, Beck Verlag) markiert das Ergebnis ihrer langjährigen Forschungen zu Empires. Ihr neues Taschenbuch „Frozen Conflicts. Brennpunkte der Gegenwart zwischen Krieg und Frieden“ (erscheint 2026) fragt nach dem Erbe der Empires in heutigen Konflikten, die ständig zwischen Krieg und Frieden oszillieren. Die wirkungsmächtige Rolle des imperialen Erbes wird sie als neuen Forschungsschwerpunkt am DHI Washington einbringen, wo er an die dortige Expertise zu Migration, Europäischer Geschichte und der Geschichte der Amerikas anschließt. „In der gegenwärtigen politischen Lage an das DHI Washington kommen zu dürfen und die Nachfolge Simone Lässigs anzutreten, ist eine große Aufgabe. Ich freue mich außerordentlich auf diese neue Herausforderung und auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit den dortigen Kollegen und Kolleginnen sowie auf weitere gemeinsame Projekte mit unseren amerikanischen Freunden und Partnern.“

Das Deutsche Historische Institut Washington, gegründet 1987, ist eines der zehn Auslandsinstitute der Max Weber Stiftung. Es fördert die Erforschung der deutschen und nordamerikanischen Geschichte, der transatlantischen Beziehungen sowie der globalen Geschichte.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Sie unterhält dafür weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert.

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Pressemeldungen
news-12846 Thu, 26 Jun 2025 14:20:00 +0200 Verborgene Bilder des Krieges: Soldatenfotografie im Fokus einer internationalen Tagung des DFK Paris https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/verborgene-bilder-des-krieges-soldatenfotografie-im-fokus-einer-internationalen-tagung-des-dfk-paris.html Am 1. Juli 2025 veranstaltet das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris (DFK Paris) im Museum für Kommunikation Berlin unter dem Titel „The Lives and Afterlives of Amateur Soldier-Photography in World War II“ eine internationale, englischsprachige Tagung zur Amateurfotografie im Zweiten Weltkrieg. Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Kurator*innen diskutieren gemeinsam das komplexe Bild- und Nachleben privater Kriegsfotografien im Kontext von Gewaltgeschichte, Erinnerungskultur und digitaler Gegenwart. Private Kriegsfotografien, aufgenommen von Soldaten während des Zweiten Weltkriegs, sind komplexe historische Zeugnisse. Sie zeigen individuelle Perspektiven auf Kriegsgeschehen – und werfen zugleich Fragen nach Rassismus, Kolonialismus, Geschlechterbildern und Gewaltpraktiken auf. Was bedeuten diese Bilder heute, im digitalen Zeitalter? Welche Verantwortung tragen wir im Umgang mit visuellen Zeugnissen von Gewalt?

Diesen Fragen widmet sich die Tagung zur Soldatenfotografie, die Teil der von der Max Weber Stiftung initiierten Reihe „The Ends of War. Internationale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg“ ist.

Das Programm im Überblick

  • 10:00–13:00 Uhr: Panel 1 – Artistic Approaches
    Die Künstler*innen Martin Dammann, Tatiana Lecomte und Clemens von Wedemeyer präsentieren Werke, die private Kriegsbilder reflektieren und kontextualisieren.
    Koordination: Arno Gisinger (Université Paris 8)
  • 15:00–17:00 Uhr: Panel 2 – Roundtable Discussion
    Moderation: Daniel H. Magilow (University of Tennessee)
    Mit Beiträgen von:
    Ofer Ashkenazi (Hebrew University Jerusalem)
    Elizabeth Edwards (De Montfort University Leicester / Oxford University)
    Elissa Mailänder (Sciences Po Paris / Centre Marc Bloch Berlin)
    Sophie-Charlotte Opitz (Bucerius Kunst Forum Hamburg)
    Begrüßung und Einführung: Peter Geimer (DFK Paris)
  • 17:00–19:00 Uhr: Empfang


The Lives and Afterlives of Amateur Soldier-Photography in World War II

Datum: 1. Juli 2025, 10:00–19:00 Uhr
Konzept: Peter Geimer (Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris), Arno Gisinger (Université Paris 8), Elissa Mailänder (Sciences Po, Paris / Centre Marc Bloch, Berlin)
Ort: Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin
Veranstaltungssprache: Englisch
Weitere Informationen und Programm

Programmflyer

 

Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris ist ein Institut der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS). Die Stiftung fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Dafür unterhält sie weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die MWS wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Carla Schmidt
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
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Pressemeldungen
news-12813 Tue, 03 Jun 2025 11:00:00 +0200 Max Weber Stiftung und Akademienunion gehen neue Wege in der Wissenschaftskommunikation https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/max-weber-stiftung-und-akademienunion-gehen-neue-wege-in-der-wissenschaftskommunikation.html Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Akademienunion) verlängern ihre bewährte Kooperation im Rahmen der Initiative „Geisteswissenschaft im Dialog“ (GiD) bis zum Jahr 2029. Zum Auftakt der neuen Kooperationsperiode startet GiD mit dem Format „GiD geht zur Schule“, das erstmals gezielt Schüler*innen mit Wissenschaftler*innen in den Austausch bringt. Die erste Veranstaltung fand am 28. Mai 2025 an einer Berliner Schule statt. Unter dem Titel „Wir und die Ukraine: Was der Zweite Weltkrieg im Osten Europas mit uns heute noch zu tun hat?“ diskutierten Jugendliche und Forschende, wie sich historische Erfahrungen auf aktuelle Konflikte und deren Wahrnehmung auswirken – mit Blick auf den 80. Jahrestag des Kriegsendes 1945 und den aktuellen Krieg, den Russland seit drei Jahren gegen die Ukraine führt.

Geisteswissenschaftliche Forschung öffentlich sichtbar zu machen und zu vermitteln, ist beiden Partnern ein zentrales Anliegen: Die Max Weber Stiftung betreibt ein knappes Dutzend Auslandsinstitute, die als wissenschaftlich autonome Einrichtungen zur Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften beitragen. Die Akademienunion koordiniert mit dem Akademienprogramm die größte Forschungsinitiative ihrer Art und fördert langfristige Grundlagenforschung von hoher gesellschaftlicher Relevanz.

„Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, wie wichtig und orientierungsstiftend die Geisteswissenschaften für unsere Gegenwart sind – besonders dann, wenn sie den Dialog mit der Gesellschaft suchen. Mit Formaten wie ‚GiD geht zur Schule‘ bauen wir diesen Dialog weiter aus“, so Ute Frevert, Präsidentin der Max Weber Stiftung.

„Lange Vorträge halten können viele in der Wissenschaft. Wirklich in Dialog mit den Fragen, Ideen und Einwänden junger Menschen in Schulen zu gehen, ist eine Herausforderung, aber auch eine vorzügliche Gelegenheit, Wissenschaft so zu betreiben, dass sie bei Menschen und in der Gesellschaft ankommt. Insofern freue ich mich auf viele weitere Veranstaltungen von ‚GiD geht zur Schule‘. Denn da lässt sich viel gemeinsam lernen“, erklärt Christoph Markschies, Präsident der Akademienunion.

 

Geisteswissenschaft im Dialog (GiD) ist eine Kooperation der Max Weber Stiftung und der Akademienunion. Ziel des Diskussionsforums ist es, die Geisteswissenschaften ins Gespräch zu bringen – miteinander, mit den anderen Wissenschaften und mit der Öffentlichkeit. Die Veranstaltungsreihe findet bundesweit an verschiedenen Orten statt.
gid.hypotheses.org 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS). fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Dafür unterhält sie weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die MWS wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert. www.maxweberstiftung.de

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften (Akademienunion) ist der Zusammenschluss von acht Wissenschaftsakademien der Länder, in denen insgesamt mehr als 2000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen vereint sind. www.akademienunion.de

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Carla Schmidt
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: schmidt(at)maxweberstiftung.de

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Dr. Annette Schaefgen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 325 98 73 70

E-Mail: annette.schaefgen(at)akademienunion.de

www.akademienunion.de 

 

 

 

 

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news-12757 Wed, 30 Apr 2025 13:27:51 +0200 „Denken zwischen den Sprachen“ – Konferenz des DFK Paris zur Übersetzung als Paradigma der Geisteswissenschaften https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/denken-zwischen-den-sprachen-konferenz-des-dfk-paris-zur-uebersetzung-als-paradigma-der-geisteswissenschaften.html Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) lädt mit dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte Paris (DFK Paris) vom 13. bis 14. Mai 2025 zur internationalen Stiftungskonferenz „Denken zwischen den Sprachen. Übersetzung als Paradigma der Geisteswissenschaften“ in die französische Hauptstadt ein. Die Tagung versammelt renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Kulturwissenschaften, um die Rolle von Übersetzung weit über den sprachlichen Transfer hinaus zu beleuchten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Übersetzungsprozesse nicht nur Inhalte übertragen, sondern auch Denkweisen, Theorien und Praktiken formen. Die Herausforderungen und Potenziale des Unübersetzbaren werden ebenso in den Blick genommen. Ohne Kenntnis anderer Sprachen, so lautet eine der Prämissen der Konferenz, versteht man auch die eigene Sprache nicht. Ziel ist es, Übersetzung als zentrales epistemologisches Modell interdisziplinär zu diskutieren – sei es in der Kunstgeschichte, der Philosophie, Literatur-, Sozial-, Politik-, Geschichts- oder Kulturwissenschaft. Neben Forschenden aus verschiedenen Gastländern der MWS sind unter den Vortragenden auch die französische Philosophin Barbara Cassin und die deutsche Publizistin Carolin Emcke.

Die Veranstaltung wird vom Deutschen Forum für Kunstgeschichte am Goethe-Institut Paris ausgerichtet. Die Konferenz ist öffentlich und richtet sich an ein Fachpublikum ebenso wie an kulturinteressierte Gäste. Sie findet in deutscher, französischer und englischer Sprache statt – mit Simultanübersetzung der deutschen und französischen Beiträge.

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter:
www.dfk-paris.org/de/event/denken-zwischen-den-sprachen-uebersetzung-als-paradigma-der-geisteswissenschaften-4066.html

Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris ist ein Institut der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS). Die Stiftung fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Dafür unterhält sie weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die MWS wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

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Pressemeldungen
news-12712 Thu, 03 Apr 2025 11:11:36 +0200 Neue Online-Gesprächsreihe „Historians on Democracy. A Transatlantic Conversation Series” https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/neue-online-gespraechsreihe-historians-on-democracy-a-transatlantic-conversation-series.html Die Demokratie ist Gegenstand intensiver wissenschaftlicher und öffentlicher Debatten in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt. In regelmäßigen Abständen wird die Online-Gesprächsreihe internationale Expert*innen zusammenführen, die weltweit zu Vergangenheit und Gegenwart der Demokratie arbeiten. Sie geht auf eine Initiative von Christina Morina (Universität Bielefeld/New School for Social Research) zurück. Ute Frevert, Präsidentin der MWS, wird die erste Veranstaltung moderieren. „Historians on Democracy. A Transatlantic Conversation Series. Part 1: What was, what is, and what can be done?“

Dienstag, 8. April 2025, 17-18 Uhr MEZ (11-12 EST)

Moderation: Ute Frevert (MWS)

Weitere Panelisten: Colin Berg (New School), James Grossman (American Historical Association), Dagmar Herzog (CUNY), Jürgen Kocka (WZB), Christina Morina (Uni Bielefeld/New School)

Zur Anmeldung

 

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und auf YouTube ausgestrahlt.

Weitere Informationen finden Sie hier sowie auf den Social-Media-Kanälen @democracyhistory.bsky.social (Bluesky), @historiansdemocracy (Instagram) und Historians on Democracy (Facebook).

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news-12708 Wed, 02 Apr 2025 08:24:00 +0200 Die Welt nach 1945: Podcast-Serie der Max Weber Stiftung beleuchtet „The Ends of War“ aus globaler Perspektive https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/die-welt-nach-1945-podcast-serie-der-max-weber-stiftung-beleuchtet-the-ends-of-war-aus-globaler-perspektive.html Die Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs sind bis heute spürbar. In einer dreiteiligen Miniserie beleuchten Wissenschaftler*innen der Max Weber Stiftung verschiedene regionale Aspekte des Endes des Zweiten Weltkriegs: Welche Flucht- und Migrationsbewegungen prägten die Nachkriegszeit? Wie wird in Ägypten oder in Japan an das Kriegsende erinnert? Und welche verschlungenen Wege nahmen jüdische Ritualobjekte während und nach dem Krieg? Mit der dreiteiligen Miniserie „The Ends of War“ widmet sich die Max Weber Stiftung (MWS) dem Ende des Zweiten Weltkriegs aus transnationaler Perspektive. Wissenschaftsjournalistin Janine Funke bringt internationale Wissenschaftler*innen zusammen, die über ihre Forschungen zur Kriegs- und Erinnerungsgeschichte an den Auslandsinstituten der MWS sprechen. Mit Experteninterviews und eindringlichen Erzählungen beleuchtet die Serie, was das Kriegsende für verschiedene Weltregionen bedeutete.

Die drei Folgen sind ab sofort und auf allen gängigen Plattformen verfügbar und haben folgende Schwerpunkte:

#1: Erinnerung an den Holocaust – wie an Orte von Massenerschießungen erinnert wird und welche Rolle jüdische Ritualobjekte für das Kulturerbe spielen.

#2: Emigration und Kriegsflüchtlinge – wie das Kriegsende Millionen von Menschen zu Flüchtlingen machte und geopolitische Neuordnungen anstieß.

#3: Ostasien und der Nahe Osten – vom deutschen Afrikafeldzug in Ägypten bis zur japanischen Kapitulation und den umstrittenen Erinnerungskulturen in Ostasien.

Jetzt anhören

Ute Frevert, Präsidentin der Max Weber Stiftung zur Podcastserie: „80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist das Gedenken an diesen Krieg wichtiger denn je – gerade aus einer transnationalen Perspektive. Mit unserer Podcast-Serie „The Ends of War“ wollen wir den Erfahrungen des Kriegsendes in verschiedenen Weltregionen nachspüren und zeigen, wie Erinnerungskulturen bis heute durch lokale und globale Dynamiken geprägt sind.“

Die Podcast-Miniserie ist Teil der stiftungsweiten Themenreihe „The Ends of War“, die die Auslandsinstitute der Max Weber Stiftung initiierten. Mit ihrer Expertise „weltweit vor Ort“ begleiten sie den erinnerungspolitischen Diskurs zum Zweiten Weltkrieg aus wissenschaftlicher Perspektive. Eine Übersicht der Veranstaltungen und Projekte findet sich auf dem begleitenden Blog endsofwar.hypotheses.org und in der Sonderausgabe des Magazins „Weltweit vor Ort“.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Sie unterhält dafür weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Johanna Beamish
Referentin für Förderung und Wissenschaftskommunikation
Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Tel.: +49 (0)228 377 86 25
E-Mail: beamish[at]maxweberstiftung.de

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Pressemeldungen
news-12675 Mon, 17 Mar 2025 14:45:32 +0100 Max Weber Stiftung engagiert sich für Diamond Open Access https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/max-weber-stiftung-engagiert-sich-fuer-diamond-open-access.html Die Max Weber Stiftung verstärkt ihr Engagement für Open Access und beteiligt sich in zentraler Funktion am Aufbau des deutschlandweiten Konsortiums SeDOA. Mit der Publikationsplattform perspectivia.net und zahlreichen weiteren Initiativen im deutschen und europäischen Forschungsraum (v.a. OPERAS) setzt sich die Max Weber Stiftung (MWS) bereits seit vielen Jahren für eine kostenfreie und allgemein zugängliche Forschungsinfrastruktur ein. Das Engagement der MWS im Konsortium der Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA) baut auf dieser Erfahrung auf und zielt darauf ab, Diamond Open Access, also die gebührenfreie Bereitstellung wissenschaftlicher Publikationen für Autor*innen und Leser*innen, in Deutschland weiter zu stärken. Innerhalb des Projekts, das als Diamond Capacity Center den Anschluss der deutschen Wissenschaftscommunity an das europäische Open-Access-Netzwerk sicherstellt, übernimmt die MWS eine tragende Rolle.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt SeDOA hat zum Ziel, das Diamond-Open-Access-Konzept in der Community zu bewerben, vorhandene Publikationsinfrastrukturen besser sichtbar zu machen, zu ihrer Optimierung beizutragen sowie eigene ergänzende und innovative Angebote zu entwickeln. Es startet am 1. Mai 2025 und läuft zunächst über drei Jahre. Derzeit beteiligen sich 15 Einrichtungen an dem Konsortium unter der Leitung der ULB Darmstadt, der UB der Humboldt-Universität zu Berlin und der Max Weber Stiftung in Bonn.

Weitere Informationen zur Servicestelle Diamond Open Access (SeDOA) unter diamond-open-access.de.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert Forschung auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Gastländern. Sie unterhält dafür weltweit Institute sowie Forschungsgruppen und Büros. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

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Pressemeldungen
news-12620 Wed, 12 Feb 2025 08:55:00 +0100 LUMEN-Projekt im Januar 2025 gestartet https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/lumen-projekt-im-januar-2025-gestartet.html Das Projekt LUMEN (Linked User-driven Multidisciplinary Exploration Network) startete am 20. und 21. Januar 2025 in Brüssel und präsentierte erste Einblicke in die ambitionierte Vision des von der Europäischen Kommission finanzierten Projekts. Ziel ist es, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen vier wissenschaftlichen Disziplinen grundlegend zu verändern und damit neue Maßstäbe zu setzen. Am 20. und 21. Januar 2025 trafen sich Vertreter*innen von 20 Partnerorganisationen aus 10 Ländern in Brüssel zum Auftakt des LUMEN-Projekts. Das von der Europäischen Kommission mit rund 7 Millionen Euro geförderte Projekt ist eine Initiative zur Förderung bereichsübergreifender Zusammenarbeit und Forschung in vier Disziplinen: Mathematik, Sozial- und Geisteswissenschaften, Erdsystemwissenschaften und Molekulardynamik. Das Projekt läuft von Januar 2025 bis Dezember 2027.

LUMEN wird vom Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) koordiniert und hat das Ziel, bestehende Discovery-Plattformen in den Sozial- und Geisteswissenschaften (GoTriple) sowie der Mathematik (Centre Mersenne) weiterzuentwickeln. Es sind mehrere interoperable Plattformen vorgesehen, die sowohl allgemeine Funktionen als auch fachspezifische Werkzeuge bieten und auf die Bedürfnisse von Forschenden abgestimmt sind. Dadurch soll ein umfassendes, multidisziplinäres Ökosystem von Discovery-Plattformen geschaffen werden, das einen effizienten und reibungslosen Austausch von Wissen interdisziplinär fördert.

LUMEN leistet einen bedeutenden Beitrag zu innovativen und flexiblen Lösungen für die Data Discovery und interdisziplinäre Kollaboration. Das Projekt zielt zudem darauf ab, die European Open Science Cloud (EOSC) durch die Erweiterung und Verbesserung des EOSC-Serviceportfolios zu stärken.

Suzanne Dumouchel, wissenschaftliche Koordinatorin von LUMEN, beschreibt die Ambitionen des Projekts wie folgt:

“At its heart, LUMEN is a truly interdisciplinary vision of cross-domain collaboration throughout the entire research cycle. But more than that, LUMEN outcomes will increase the impact of research and improve collaboration among different scientific domains and, more importantly, it will enhance discovery experiences and deep explorations of data thanks to different innovative features tailored to communities' needs. Fostering the principles of Open Science, LUMEN will help build trust in European scientific communities while strengthening the EOSC federation.”

Die Max Weber Stiftung engagiert sich im Rahmen ihrer Beteiligung an der EU-geförderten Forschungsinfrastruktur OPERAS. Die Fortentwicklung der Data Discovery ist dabei von großem Interesse, auch im Kontext der deutschen Forschungslandschaft. Die Max Weber Stiftung bringt in LUMEN ihre Expertise in der Wissenschaftskommunikation ein und leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Um Neuigkeiten zum LUMEN-Projekt zu erhalten, folgen Sie dem Projekt auf LinkedIn und Bluesky.

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Sona Arasteh-Roodsary,  arasteh(at)maxweberstiftung.de

Léa Foumany, lea.foumany(at)maxweberstiftung.de

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Pressemeldungen
news-12574 Mon, 27 Jan 2025 08:15:09 +0100 Max Weber Stiftung baut Forschungsstelle in der Ukraine auf https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/max-weber-stiftung-baut-forschungsstelle-in-der-ukraine-auf.html Mit der Einrichtung einer Forschungsstelle in Lviv setzt die Max Weber Stiftung (MWS) ihre Neuausrichtung in Osteuropa seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine fort. Die Münchener Historikerin Iryna Klymenko wird den Aufbau leiten. Im November 2024 hat der Stiftungsrat der MWS den Aufbau einer „Forschungsstelle Ukraine“ beschlossen, nun nimmt das Projekt mit Iryna Klymenko als künftiger Leiterin Fahrt auf. In Kooperation mit ukrainischen Partnern entsteht in Lviv ein weiterer Standort in Osteuropa. Wie alle MWS-Institute dient er dem wissenschaftlichen Austausch, der Förderung des Nachwuchses und dem Verständnis zwischen Deutschland und dem Gastgeberland. Die Forschungsstelle wird sich mit der transnationalen Geschichte der Region beschäftigen, die durch die politischen Grenzen der heutigen Ukraine markiert ist. Der Fokus liegt dabei auf den Kommunikationsprozessen, durch die sich die Region seit der Frühen Neuzeit mit west- und mitteleuropäischen Akteuren und Institutionen verflochten sah. 

Historikerin Iryna Klymenko leitet den Aufbau der Forschungsstelle

Iryna Klymenko ist eine erfahrene Historikerin mit Schwerpunkt in der europäischen Verflechtungsgeschichte. Sie studierte in Kyiv und München und wurde am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert und habilitiert. Ihre internationale Forschungserfahrung umfasst Stationen in Cambridge, Berkeley und am Deutschen Historischen Institut in Rom. Sie erhielt Fellowships des Historischen Kollegs München (2023/24) und des Wissenschaftskollegs zu Berlin (2025/26).

Symposium „The Most Documented War“

Im Mai wird die erste Veranstaltung der neuen Forschungsstelle stattfinden: Gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern organisiert sie das Symposium „The Most Documented War: Enacting Archives“, das am 22.-24. Mai 2025 Personen und Organisationen in Lviv zusammenbringt, die den Krieg in der Ukraine dokumentieren und archivieren.

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news-12562 Thu, 16 Jan 2025 09:23:43 +0100 Corpus Musicae Ottomanicae: Max Weber Stiftung und Universität Münster führen das gemeinsame Forschungsprojekt zur Erschließung osmanischer Musikhandschriften fort https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/corpus-musicae-ottomanicae-max-weber-stiftung-und-universitaet-muenster-fuehren-das-gemeinsame-forschungsprojekt-zur-erschliessung-osmanischer-musikhandschriften-fort.html Die Max Weber Stiftung (MWS) und die Universität Münster setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen des Langfristprojekts „Corpus Musicae Ottomanicae“ (CMO) fort. Mit einer Förderung von rund zweieinhalb Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird das international anerkannte Vorhaben bis September 2027 weitergeführt. Ziel des Projekts ist die wissenschaftliche Erschließung und Digitalisierung osmanischer Notenhandschriften, die eine wichtige Quelle für die Erforschung historischer und transkultureller Phänomene darstellen. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2015 arbeiten Expertinnen und Experten aus der Musikwissenschaft, den Digital Humanities, der Arabistik und den Islamwissenschaften an der Analyse und Edition dieser einzigartigen Musikkultur. Die Max Weber Stiftung bringt hierbei ihre Expertise und ihr Netzwerk, insbesondere durch ihr Orient-Institut in Istanbul, ein.

Im Mittelpunkt des DFG-Langzeitprojekts stehen bisher unerschlossene Notenmaterialien der osmanischen Kunstmusik des 19. Jahrhunderts. Diese Quellen sind nicht nur von musikwissenschaftlicher Bedeutung, sondern bieten mit ihren in mehreren Sprachen verfassten Liedtexten Einblicke in historische Dynamiken eines multilingual geprägten Kulturraums in Vorderasien. Die Ergebnisse werden in einem frei zugänglichen Online-Katalog publiziert und stehen Forschenden weltweit zur Verfügung.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hob in ihrer Förderzusage die hohe wissenschaftliche Qualität des Projekts hervor und bezeichnete die Arbeit im Bereich der Digital Musicology als modellhaft. Besonders gewürdigt wurden die innovative Aufbereitung der musikalischen und textlichen Forschungsdaten sowie deren nachhaltige Verankerung.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.corpus-musicae-ottomanicae.de

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält weltweit Institute, Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Das Orient-Institut Istanbul ist ein turkologisches, osmanistisches und regionalwissenschaftliches Forschungsinstitut der Max Weber Stiftung. In enger Kooperation mit türkischen und internationalen Wissenschaftler*innen widmet es sich einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete auf dem Gebiet der Türkischen Studien in ihrer Verflechtung mit südosteuropäischen, mediterranen, iranischen, zentralasiatischen und kaukasischen Themen. Seine Arbeitsgebiete erstrecken sich von der Osmanistik und turkologischen Sprach- und Literaturwissenschaften über Kulturanthropologie und Musikwissenschaft bis hin zu Themen aus dem Bereich Science, Technology and Society. Außerdem ist das Orient-Institut Istanbul aktiv auf dem Gebiet des wissenschaftlichen Austausches zwischen Deutschland und der Türkei.

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Pressemeldungen
news-12561 Tue, 14 Jan 2025 09:19:00 +0100 Fostering Trust in the Digital Age: A Call for Collective Action - OPERAS Publishes Report on Disinformation and Trust https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/fostering-trust-in-the-digital-age-a-call-for-collective-action-operas-publishes-report-on-disinformation-and-trust.html OPERAS, the research infrastructure dedicated to open scholarly communication in the social sciences and humanities, has published a landmark report titled "Fostering Trust in the Digital Age". Featuring over 25 papers from the TrustOn2024 Workshop and a session at the Science Summit at the 79th United Nations General Assembly, this report brings together insights from experts on combating disinformation and strengthening trust in science and digital ecosystems. Trust in a Complex Digital Landscape

In today’s rapidly evolving digital landscape, the challenges of disinformation and the erosion of public trust have reached critical levels. The rise of digital platforms and artificial intelligence, while offering tremendous potential, has also enabled the proliferation of false and misleading information on an unprecedented scale. 

OPERAS plays a vital role in addressing these challenges. By prioritising the quality of scholarly content, providing trust-based services, and fostering knowledge transfer, OPERAS actively ensures information integrity and fosters reliable access to accurate information. This building of a foundation of trust is essential not only for academia but for the broader public sphere.

A Call for Collective Action

The disinformation crisis is not an isolated issue—it is a collective challenge that requires global solutions. Whether addressing climate change, public health, or social justice, we will not succeed if disinformation continues to undermine public trust and democratic processes. As this report illustrates, tackling disinformation requires innovative solutions, participatory governance, a human-centered approach and a community to support it.

In addressing disinformation and building trust in the digital age, the TrustOn Workshop report is organised into three distinct yet complementary tracks: infrastructure, science, and mediation. Each track offers a unique lens through which to tackle these critical issues, recognizing that solutions must be multi-faceted and interconnected to effectively combat disinformation.

Through the diverse range of perspectives presented in this report, we aim to contribute to the global dialogue on fostering trust in the digital age. The insights gathered here are intended to inspire concrete actions and foster international collaboration. Together, we can build a more resilient and equitable digital ecosystem, one that empowers individuals, upholds the truth, and supports sustainable development for all.

The full report is now available for download: https://zenodo.org/records/14621383.

OPERAS invites stakeholders, policymakers, and the global community to engage with these findings and take part in shaping a future founded on trust.

Abstracts and contributors in order of their appearance in the report:

  • “A People-Centered Approach to Combating Misinformation” by Mei Lin Fung      
  • “Open Infrastructures for Open Science” by Chris de Loof
  • “Cultivating Trust in the Digital Information Ecosystem” by Amir Banifatemi 
  • “Online Disinformation from a Freedom of Expression Perspective in the European Union” by Alejandra Michel       
  • “(Re)informing and engaging readers in the Digital Age for a (francophone) knowledge platform” by Thomas Parisot     
  • “MetaBelgica: A Trusted Reference Database for Cultural Heritage Entities” by Hannes Lowagie and Sven Lieber
  • “Intermediaries, Crafted by Trustees” by Dr. Jörg Lehmann         
  • “Trust and Disinformation in the Digital Age: The Role of Collaboration in Science Communication” by Julija Baniukevic
  • “Re-defining the ecosystem of trust in science: ​the role of stewards of trust in changing research environments” by Agata Gurzawska          
  • “Responsible science communication for trustworthy science: First insights from the IANUS project” by Hendrik Berghäuser          
  • “Fact or fiction: The battle against scientific disinformation in the social media arena” by Panagiotis Monachelis    
  • "Guidelines on the Ethical Use of Artificial Intelligence in Education and Research" by Reda Cimmperman         
  • “Science hoaxes, diminishing trust” by Isabel Mendoza-Poudereux and Carolina Moreno-Castro          
  • “Building trust in science through science: brief  recommendations” by Nelson Ferreira    
  • “Public and mediator perspectives on responsible science communication and participation: Implications for navigating online science (mis)information” by Tine Ravn    
  • “Changing the communication paradigm - from influencing to enabling public debate” by Mario Scharfbillig        
  • “Data Curation as a Mechanism for Increasing Trust in Research” by Evelien Dhollander and Kevin Leonard
  • “Multilingual information in the age of AI: findings and perspectives” by Susanna Fiorini   
  • “Rebuilding Trust in Online Information: The Role of Scholarly Communities” by Pierre Mounier      
  • “Increasing confidence in science: how open science fights disinformation” by Véronique Stoll  
  • “Fake news : need for a mix of technology, human sciences and international trust bodies to face borderless rapidly developing AI” by Matei Mancas
  • “Against unmonitored AI-generated content, journalists as gatekeepers” by Mathilde Dorcadie     
  • “FROM TRUSTWORTHY DIGITAL TO INCORRUPTIBLE DIGITAL/AI?” by Guigone Camus and Christophe Calvin    
  • “JPEG Trust: an international standard for establishing trust in digital media” by Frederik Temmermans       
  • “Net Neutrality for a better Electronic Democracy” by Valentina Tirloni
  • “The GoTriple platform: mediation to access scientific results” by Sy Holsinger
  • “Building Digital Trust for a Human-Centered Internet” by Gaël Van Weyenbergh  

About OPERAS and the Max Weber Foundation

OPERAS is a dynamic and community-driven research infrastructure that supports open scholarly communication in the social sciences and humanities across Europe. It offers services that contribute to how researchers share knowledge and make Open Science accessible and effective.

The Max Weber Foundation - German Humanities Institutes Abroad promotes research focussing on the fields of history, cultural studies, economics and social sciences in selected countries, thereby fostering mutual understanding. It maintains eleven institutes and other research groups and offices worldwide. The Max Weber Foundation offers the best conditions for excellent research in the humanities and social sciences thanks to its close proximity to the subjects of research and the exchange of different perspectives and approaches. The Max Weber Foundation is a Core Member of OPERAS and provides the German National Node OPERAS-GER.


Scientific Coordination:

Suzanne Dumouchel, Partnership Coordinator OPERAS, suzanne.dumouchel[at]operas-eu.org  

Communication: 

Marlen Töpfer, Communication Manager OPERAS, communication[at]operas-eu.org

Lorena Caliman, Content and Communications Specialist OPERAS, communication[at]operas-eu.orgCarol Delmazo, OPERAS Service Marketing and Community Outreach Officer, carol.delmazo[at]operas-eu.org


Zum Report

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Pressemeldungen
news-12473 Fri, 08 Nov 2024 08:43:19 +0100 Max Weber Stiftung beleuchtet Wissenschaftsfreiheit aus globaler Perspektive https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/max-weber-stiftung-beleuchtet-wissenschaftsfreiheit-aus-globaler-perspektive.html Am 20. November 2024 lädt die Max Weber Stiftung (MWS) zur Konferenz „Wissenschaftsfreiheit international und national“ nach Berlin ein, auch eine Online-Teilnahme ist möglich. Im Zentrum stehen Bedrohungen und Perspektiven der Wissenschaftsfreiheit weltweit, diskutiert in vier thematisch gegliederten Panels und einem abschließenden Round Table mit Expertinnen und Experten aus Politik und Wissenschaft. Der Academic Freedom Index (AFI) stellt 2024 fest, dass 3,6 Milliarden Menschen – etwa die Hälfte der Weltbevölkerung – in Ländern leben, in denen Wissenschaftsfreiheit stark eingeschränkt ist. Die Konferenz knüpft an diese besorgniserregende Entwicklung an: Weltweit sehen sich wissenschaftliche Institutionen und Forschende mit staatlichen Einschränkungen, finanziellen Abhängigkeiten und gesellschaftlichem Druck konfrontiert. Mit diesem Veranstaltungsformat nutzt die MWS ihre weltweite Vernetzung und zeigt aktuelle Erfahrungen aus den geisteswissenschaftlichen Auslandsinstituten auf, um das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Auch die leisen, jedoch nachhaltigen Einflüsse auf Forschung und akademische Freiheit werden aufgezeigt.

Nach einem Redebeitrag von Christoph Möllers (HU Berlin) zu „Wissenschaftsfreiheit als Verfassungsgrundsatz“ findet in vier Panels ein schlaglichtartiger Erfahrungsaustausch über verschiedene lokale Diskurse aus den Ländern und Regionen der MWS-Institute statt. Ein anknüpfendes Round Table legt den Fokus auf internationale Lösungsansätze und darauf, wie Institutionen über nationale Grenzen hinweg zusammenarbeiten können, um Wissenschaftsfreiheit zu stärken und zu verteidigen.

Unter Moderation von Astrid Herbold (DIE ZEIT) diskutieren Ralf Beste (Auswärtiges Amt), Julia von Blumenthal (HU Berlin), Ute Frevert (Max Weber Stiftung), Jay Rowell (Centre Marc Bloch), Stefanie Schüler-Springorum (Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin), Barbara Stollberg-Rilinger (Wissenschaftskolleg zu Berlin) und Ruppert Stüwe (MdB (SPD), Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung).

Datum: Mittwoch, 20. November 2024

Ort: Festsaal der HU Berlin (Humboldt Graduate School), Luisenstraße 56

Programm: 14.00-18.15 Uhr Panels, 19.00-21.00 Uhr Round Table

Anmeldung: Anmeldung zur Präsenz- oder Online-Teilnahme erforderlich unter maxweberstiftung.de/konferenz-wissenschaftsfreiheit.html

Programm „Wissenschaftsfreiheit international und national“ (PDF) >

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Pressemeldungen
news-12460 Wed, 23 Oct 2024 13:29:33 +0200 80 Jahre nach El Alamein: Ägyptische und deutsche Erinnerungskulturen im Dialog – Vortragsabend im Museum Fridericianum Kassel https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/80-jahre-nach-el-alamein-aegyptische-und-deutsche-erinnerungskulturen-im-dialog-vortragsabend-im-museum-fridericianum-kassel.html Am 31. Oktober 2024 um 18 Uhr laden das Orient-Institut Beirut, das documenta Institut, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Hessische Landeszentrale für politische Bildung zu einem Vortragsabend ins Museum Fridericianum in Kassel ein. Die Veranstaltung trägt den Titel „El Alamein – Perspektiven aus der ägyptischen und deutschen Erinnerung“ und ist Teil der Reihe „The Ends of War – Internationale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg“ der Max Weber Stiftung. Wie erinnern sich Ägypten und Deutschland an die Schlachten von El Alamein, die den Verlauf des Zweiten Weltkriegs in Nordafrika entscheidend prägten? An diesem Abend werfen internationale Experten einen kritischen Blick auf die oft getrennten Erinnerungswelten der beiden Länder.

Was verbindet uns 80 Jahre später mit El Alamein?

Die Schlachten in der Wüste von El Alamein vor acht Jahrzehnten sind in Deutschland vor allem als militärischer Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg bekannt. Doch die ägyptische Perspektive und die Rolle ägyptischer Soldaten in diesen Kämpfen bleiben weitgehend unbeachtet. Der Vortragsabend zielt darauf ab, nicht nur die historische Dimension zu beleuchten, sondern auch zu hinterfragen, wie die Erinnerung an El Alamein in beiden Ländern heute politisch und gesellschaftlich verhandelt wird. Welche Bedeutung haben Orte wie die Kriegsgräberstätte El Alamein für die deutsche Gedenkkultur? Und wie wird in Ägypten mit dem Erbe des Krieges umgegangen?

Das Programm umfasst Vorträge von:

  • Emad Helal (Suez Canal University) zur ägyptischen Sicht auf die Schlachten von El Alamein.
  • Christian Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München) zur Bedeutung der Kriegsgräberstätte El Alamein in Deutschland.
  • Dieter Pohl (Alpen-Adria Universität) zur internationalen Bedeutung der Schlachten von El Alamein.

Grußworte sprechen Andreas Hoffmann (Geschäftsführer documenta und Museum Fridericianum gGmbH), Kassels Oberbürgermeister Sven Schoeller, Dirk Backen (Generalsekretär des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.) und Felix Münch (Ständiger Vertreter des Direktors der Landeszentrale für politische Bildung in Hessen). Die Moderation des Abends übernimmt Liliana Gómez (Universität Kassel). Im Anschluss gibt es eine Podiumsdiskussion.

Veranstaltungsdetails:

  • Datum: 31. Oktober 2024
  • Ort: Museum Fridericianum, Kassel
  • Beginn: 18:00 Uhr
  • Der Eintritt ist frei.
  • Ein Angebot des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und der Landeszentrale für politische Bildung Hessen in Kooperation mit dem Orient-Institut Beirut, dem documenta Institut und der vhs – Region Kassel.

 

Das Orient-Institut Beirut (OI Beirut) ist ein Forschungsinstitut der Max Weber Stiftung, das interdisziplinäre Forschung zur Geschichte und Gegenwart des Nahen Ostens und Nordafrikas betreibt. Es bietet eine Plattform für wissenschaftlichen Austausch durch Veranstaltungen und Publikationen in verschiedenen Sprachen. Das 1961 gegründete Institut hat seinen Sitz in Beirut und kooperiert weltweit mit akademischen Partnern. Mit seinen umfangreichen Bibliotheksbeständen und Förderprogrammen unterstützt das OI Beirut Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Carla Schmidt

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Rheinallee 6, 53173 Bonn

E-Mail: schmidt[at]maxweberstiftung.de

 

 

 

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Pressemeldungen
news-12427 Mon, 14 Oct 2024 10:40:00 +0200 „The Ends of War“: Max Weber Stiftung zeigt internationale Perspektiven auf das Ende des Zweiten Weltkriegs https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/the-ends-of-war-max-weber-stiftung-zeigt-internationale-perspektiven-auf-das-ende-des-zweiten-weltkriegs.html In einer gemeinsamen Themenreihe setzen sich die Auslandsinstitute der Max Weber Stiftung mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs auseinander und präsentieren in offenen Formaten internationale Perspektiven auf Erinnerungsdiskurse. Am 1. Januar 1945 – vor bald 80 Jahren – brach das letzte Jahr des Zweiten Weltkriegs an. Seine Auswirkungen sind auf der ganzen Welt bis in die Gegenwart zu spüren. Wie erinnern sich Menschen an diesen Krieg, an dem 63 Nationen beteiligt waren? Welche Erinnerungsorte und welche nationalen Narrative prägten die Nachkriegszeit? Und was bedeuten diese Erinnerungen für das heutige Verhältnis der einzelnen Gesellschaften zu Gewalt, Konflikt, Wehrhaftigkeit, Versöhnung und Frieden?

Zur Einordnung dieser und weiterer Fragen präsentiert die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland die Reihe „The Ends of War“. Die Auslandsinstitute der Stiftung setzen sich aus wissenschaftlicher Perspektive mit dem kulturellen Gedächtnis des Zweiten Weltkriegs im jeweiligen Gastland auseinander. In der Gesamtheit öffnet sich so der Blick für Unterschiede und Gemeinsamkeiten länder- und regionenspezifischer Erinnerungsdiskurse.

Am 31. Oktober findet die erste Veranstaltung der Reihe in Deutschland statt: Das OI Beirut lädt gemeinsam mit Kooperationspartnern unter dem Titel „El Alamein - Perspektiven aus der ägyptischen und deutschen Erinnerung“ zu einem Vortragsabend ins Museum Fridericianum in Kassel. Die weiteren Inhalte der Themenreihe sind vielfältig: Sie reichen von Beiträgen des DHI Paris zur Frage „Wann endet der Krieg in Frankreich und seinen Kolonien?“ über einen Video-Podcast des DHI Rom anlässlich der Befreiung Roms vor 80 Jahren bis hin zu geplanten Veranstaltungen des DHI London („Winners and Losers? Britain and Germany after the Second World War“) sowie des DHI Washington in Kooperation mit dem MWF Delhi („Refugees in Global Transit“). Am DIJ Tokyo laufen Forschungsprojekte zu John Rabe und der Geschichtspolitik in Ostasien, am DHI Warschau erfasst ein interdisziplinäres Forschungsteam erstmals systematisch die Massengräber des Holocaust im südöstlichen Polen. Das OI Istanbul zeigt aktuell eine Ausstellung mit Gemälden des deutschen Exilwissenschaftlers Traugott Fuchs.

Eine Übersicht der Veranstaltungen und Projekte der MWS-Institute sowie Audio- und Videomitschnitte gibt es auf dem Blog endsofwar.hypotheses.org. Zudem erscheint im November eine Sonderausgabe des Forschungsmagazins „Weltweit vor Ort“. Für 2025 sind eine Mini-Serie des Podcasts „Wissen entgrenzen“ sowie eine Veranstaltung aus der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Planung.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Carla Schmidt
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
schmidt[at]maxweberstiftung.de

 

 

 

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news-12423 Thu, 10 Oct 2024 08:23:52 +0200 Geisteswissenschaft im Dialog: Podiumsdiskussion „Vertrauen – naiv oder notwendig?“ in Leipzig https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/geisteswissenschaft-im-dialog-podiumsdiskussion-vertrauen-naiv-oder-notwendig-in-leipzig.html Vertrauen bildet das Fundament unserer Gesellschaft. Doch wie stabil ist dieses Fundament in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Krisen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich die Podiumsdiskussion „Vertrauen – naiv oder notwendig?“, die am 29. Oktober 2024 um 19 Uhr in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig stattfindet. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ (GiD) und wird von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften sowie der Max Weber Stiftung gemeinsam organisiert. In einer zunehmend vernetzten und globalisierten Welt ist Vertrauen eine zentrale Ressource – in der Politik, in wirtschaftlichen Beziehungen und im gesellschaftlichen Miteinander. Doch das Vertrauen in staatliche Institutionen und etablierte Unternehmen hat durch Ereignisse wie die Finanzkrise von 2008, die Corona-Pandemie und die Energiekrise im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine merklich gelitten. Diese Entwicklungen haben gezeigt, dass Vertrauen nicht nur notwendig, sondern auch fragil ist.

Die Podiumsdiskussion widmet sich Fragen wie: Welche Faktoren sind für einen vertrauensvollen Umgang entscheidend? Wem vertrauen junge Menschen heute? Wie lassen sich stabile Wirtschaftsbeziehungen aufbauen und wie wird Vertrauen im globalen Kontext definiert? Die Veranstaltung bietet ein Forum, um diese und weitere Aspekte zu beleuchten und gemeinsam mit Expertinnen und Experten zu diskutieren.

Auf dem Podium:

Prof. Dr. Ute Frevert, Historikerin und seit 2023 Präsidentin der Max Weber Stiftung

Prof. Dr. Sebastian Schwecke, Direktor des Max Weber Forums Delhi

Prof. Dr. Hans Wiesmeth, Wirtschaftswissenschaftler und bis 2023 Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Die Moderation übernimmt Ine Dippmann, Redakteurin beim MDR und Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands Sachsen.

 

Ort: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Karl-Tauchnitz-Str. 1, 04107 Leipzig

Datum: 29. Oktober 2024, 19 Uhr

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich unter https://www.maxweberstiftung.de/geisteswissenschaft-im-dialog-vertrauen

Informationen zur Veranstaltungsreihe: gid.hypotheses.org

 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die Max Weber Stiftung beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. www.maxweberstiftung.de

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist der Zusammenschluss der acht deutschen Wissenschaftsakademien der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Sie vertritt die gemeinsamen Interessen dieser Akademien auf der Bundesebene ebenso wie im internationalen Kontext und koordiniert das Akademienprogramm, das weltweit größte geistes- und sozialwissenschaftliche Förderprogramm zur Sicherung, Dokumentation und Erschließung des kulturellen Erbes im In- und Ausland. Die Akademienunion beteiligt sich an der Weiterentwicklung des deutschen und europäischen Wissenschaftssystems, der gemeinsamen Gesellschafts- und Politikberatung der deutschen und internationalen Akademien(-zusammenschlüsse) und lädt regelmäßig an verschiedenen Orten zum Dialog über aktuelle Themen aus der Wissenschaft ein. www.akademienunion.de

Die Sächsischen Akademie der Wissenschaften (gegründet 1846) ist eine traditionsreiche Gelehrtengesellschaft und zugleich außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In geisteswissenschaftlichen Langfristprojekten, zumeist im europaweit einzigartigen Akademienprogramm, erschließen Wörterbücher („Althochdeutsches Wörterbuch“), kommentierte Werkausgaben (Leipziger „Mendelssohn-Gesamtausgabe“), Briefeditionen, Nachschlagewerke („Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur“) und zahlreiche andere Vorhaben kulturelles Welterbe. Bei der Arbeit entstehen oft umfassende digitale Portale wie die „Bibliotheca Arabica“ oder das „Forschungsportal BACH“. Die Akademie ist außerdem ein Ort für Austausch und Diskussionen zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen. www.saw-leipzig.de

Weitere Informationen und Kontakt:

Max Weber Stiftung –

Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland

Carla Schmidt

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit 

Rheinallee 6, 53173 Bonn

Tel.: +49 (0)228 377 86 38 

schmidt(at)maxweberstiftung.de

www.maxweberstiftung.de

Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Dr. Annette Schaefgen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 325 98 73 70

annette.schaefgen@akademienunion.de

www.akademienunion.de

 

Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

Agnes Silberhorn

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Karl-Tauchnitz-Str. 1, 04107 Leipzig

Tel.: +49 (0)341 69 76 42 50

silberhorn(at)saw-leipzig.de

www.saw-leipzig.de

 

 

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news-12392 Mon, 09 Sep 2024 08:06:33 +0200 Historikerin Petra Terhoeven wird Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Rom https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/historikerin-petra-terhoeven-wird-direktorin-des-deutschen-historischen-instituts-in-rom.html Am 1. Oktober 2024 tritt die Historikerin Petra Terhoeven die Nachfolge von Martin Baumeister als Direktorin des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Rom an. Baumeister, der das Institut zwölf Jahre lang prägte, geht in den Ruhestand. Petra Terhoeven blickt auf eine beeindruckende wissenschaftliche Laufbahn zurück: Sie studierte zwischen 1988 und 1996 Geschichte, Germanistik und Italienisch an den Universitäten Köln und Bologna und lebte anschließend von 1998 bis 2001 für ihre Forschungen in Rom. 2002 wurde sie mit ihrer Dissertation „Liebespfand fürs Vaterland. Die Gold- und Eheringsammlung im faschistischen Italien 1935/36“ an der Technischen Universität Darmstadt summa cum laude promoviert.

Im Anschluss sammelte Terhoeven Erfahrungen als wissenschaftliche Assistentin an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. 2004 folgten der Ruf als Juniorprofessorin an die Georg-August-Universität Göttingen sowie Lehrtätigkeiten in Luzern und Rom. Seit 2012 ist sie Professorin für Europäische Kultur- und Zeitgeschichte in Göttingen. Das akademische Jahr 2019/20 verbrachte sie als Richard von Weizsäcker-fellow am St. Antony’s College in Oxford.

Mit der Leitung des ältesten Auslandsinstituts der Max Weber Stiftung in Rom übernimmt Petra Terhoeven eine bedeutende Rolle in der deutsch-italienischen Wissenschaftslandschaft. „Ich freue mich darauf, die erfolgreiche Arbeit des DHI Rom fortzuführen und gemeinsam mit meinem Team neue Perspektiven auf die europäische und internationale Geschichte zu entwickeln“, betont Terhoeven mit Blick auf ihre kommende Aufgabe.

Terhoevens Schwerpunkte liegen in der Erforschung der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere der transnationalen und vergleichenden Geschichte, des italienischen Faschismus sowie der Geschichte politischer Gewalt, wobei sie sich besonders mit den Auswirkungen von Terrorismus auf die betroffenen Gesellschaften auseinandersetzt.

Das Deutsche Historische Institut in Rom mit seiner musikgeschichtlichen Abteilung versteht sich als Forum des internationalen Austauschs und als Vermittler zwischen unterschiedlichen Wissenschaftskulturen, vor allem zwischen Italien und Deutschland. Eingebunden in ein dichtes Netz internationaler Kooperationen, vertieft es den gesellschaftlichen Diskurs über historische Themen und ist einem epochenübergreifenden, interdisziplinären Forschungsverständnis verpflichtet. Für die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden vielfältige Formate angeboten. Die auf Geschichts- und Musikgeschichtsbestände spezialisierte Bibliothek steht allen Forschenden offen.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

 

Weitere Informationen und Kontakt:
Claudia Gerken
Deutsches Historisches Institut in Rom
Via Aurelia Antica, 391
00165 Roma
Italia
+39 06 66049278
gerken[at]dhi-roma.it

 

 

 

 

 

 

 

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news-12391 Wed, 04 Sep 2024 08:53:10 +0200 OPERAS leitet eine Session zum Thema „Trust in the Digital Sphere“ auf dem Science Summit der Vereinten Nationen https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/operas-leitet-eine-session-zum-thema-trust-in-the-digital-sphere-auf-dem-science-summit-der-vereinten-nationen.html OPERAS wird am 11. September 2024 um 11 Uhr (ET) / 17 Uhr (CEST) eine Online-Session leiten mit dem Titel „Fostering Trust in the Digital Sphere: A Multi-Stakeholder Approach Introduction“ auf dem Science Summit während der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen. Dabei sollen innovative Ansätze und Strategien zur Förderung von Vertrauen in digitale Interaktionen durch die Zusammenarbeit verschiedener Stakeholder ausgelotet werden. Die Verbreitung digitaler Plattformen und die Zunahme KI-gesteuerter Technologien haben die Dynamik der Informationsverbreitung verändert: Es entstehen neue Herausforderungen für den Datenschutz, es kommt zu algorithmischen Verzerrungen und Online-Fehlinformationen, das Misstrauen gegenüber Institutionen wird größer. Diese Herausforderungen erfordern innovative, Multi-Stakeholder-Strategien, um das Vertrauen in den digitalen Raum zu fördern. Als verteilte Forschungsinfrastruktur mit Schwerpunkt auf den Sozial- und Geisteswissenschaften geht OPERAS über rein technologische Lösungen hinaus, um Fehlinformationen entgegenzuwirken. Als Vorreiter bei der Entwicklung umsetzbarer Strategien strebt OPERAS an, praktische Empfehlungen zu erarbeiten, die unterschiedliche Perspektiven und Fachkenntnisse einbeziehen.

Session Details

Die Session wird ein breites Themenspektrum abdecken, darunter die Zuverlässigkeit von Infrastrukturen, Governance und Regulierung, Mediationsmechanismen und wissenschaftliche Fortschritte. Sie verfolgt drei Hauptziele:

  1. Bewertung der Dimensionen des Vertrauens: Bewertung des Vertrauens im digitalen Raum durch die Prüfung der Zuverlässigkeit der Infrastruktur, Governance, Regulierung, Mediationsmechanismen und wissenschaftlicher Fortschritte unter Einbeziehung verschiedener Stakeholder, um die Dynamiken von Vertrauen zu verstehen.
  2. Etablierung von Kollaborationsmodellen: Erarbeitung eines Multi-Stakeholder-Kollaborationsmodells zur Entwicklung verantwortungsvoller Digital Public Infrastructures (DPIs) durch die Prinzipien von Community Living Labs.
  3. Austausch von Best Practices: Austausch akademischer redaktioneller Best Practices zur Bekämpfung von KI-gesteuerten Fehlinformationen, um die Qualität und Integrität von Online-Inhalten sicherzustellen.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich im offenen Dialog zu beteiligen, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam an der Schaffung eines vertrauenswürdigen und widerstandsfähigen digitalen Ökosystems zum Wohle aller zu arbeiten.

Hintergrund 

Die Teilnahme von OPERAS an dieser Veranstaltung ist das Ergebnis des Workshops „TrustOn 2024 - tackling disinformation“, der Ende Juni 2024 in der Königlichen Bibliothek von Belgien (KBR) in Brüssel organisiert wurde. Dieser Workshop, der unter der Schirmherrschaft der belgischen Ratspräsidentschaft der Europäischen Union und mit Unterstützung des Belgian Science Policy Office (BELSPO) stattfand, brachte führende Forscher*innen, Entscheidungsträger*innen, Vertreter*innen aus dem Dritten Sektor, Branchenexpert*innen, Youth Leader und andere Stakeholder zusammen. Ziel war es, innovative, menschenzentrierte Lösungen zu erkunden und die Zusammenarbeit im Kampf gegen Desinformationen zu fördern. Die Eröffnungsreden hielten Michael Arentoft, Leiter der Abteilung Open Science und Forschungsinfrastrukturen bei der Europäischen Kommission, und Declan Kirrane, Vorsitzender des Science Summit der UN.

Mehr zum TrustOn2024 Workshop >>

Teilnahme: Die Teilnahme an der Online-Session ist kostenfrei und für alle offen. Interessierte können sich über die Science Summit Registration anmelden.

Kontakt: Wissenschaftliche Koordination: Suzanne Dumouchel, Partnership Coordinator OPERAS, suzanne.dumouchel(at)operas-eu.org 

Kommunikation: Marlen Töpfer, Communication Manager OPERAS, communication(at)operas-eu.org 

Über OPERAS und die Max Weber Stiftung

OPERAS ist eine dynamische und von der Community-getragenen Forschungsinfrastruktur, die „open scholarly communication“ in den Sozial- und Geisteswissenschaften in ganz Europa fördert. Sie bietet Services an, die dazu beitragen, wie Forschende Wissen teilen und Open Science zugänglich und wirkungsvoll machen. Indem OPERAS die fragmentierte Landschaft und die einzigartigen Herausforderungen der sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen adressiert, ermöglicht OPERAS Wissenschaftler*innen, innovativ zu sein und zusammenzuarbeiten. Durch die Förderung von Zusammenarbeit und Innovation zielt OPERAS darauf ab, kritische Herausforderungen wie Fehlinformationen anzugehen und ein digitales Umfeld zu fördern, das von Vertrauen, qualitativ hochwertigen Inhalten und dem Menschen im Mittelpunkt geprägt ist.
Die Max Weber Stiftung ist in den zentralen Gremien der Forschungsinfrastruktur vertreten und fungiert als nationaler Kontaktpunkt für OPERAS in Deutschland.

Mehr über OPERAS >>

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die Max Weber Stiftung beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Max Weber Stiftung ist Core Member von OPERAS und stellt den deutschen National Node OPERAS-GER.

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news-12220 Tue, 21 May 2024 10:39:09 +0200 Orient-Institut Istanbul eröffnet neues Gebäude im ehemaligen Clubhaus Teutonia https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/orient-institut-istanbul-eroeffnet-neues-gebaeude-im-ehemaligen-clubhaus-teutonia.html Am Abend des 17. Mai 2024 wurde das neue Gebäude des Orient-Instituts (OI) Istanbul, eines der elf Auslandsinstitute der Max Weber Stiftung (MWS), offiziell eingeweiht. Am neuen Standort im Istanbuler Stadtteil Beyoğlu beherbergt das Institut eine umfangreiche, öffentlich zugängliche Forschungsbibliothek, einen Veranstaltungssaal sowie Ausstellungsräume und Arbeitsplätze für rund 35 wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Mitarbeitende sowie Gäste. Vor mehr als einem Jahrzehnt begann die Suche nach einem neuen, erdbebensicheren Standort für das OI Istanbul, das nun nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in die ehemaligen Räumlichkeiten des „Club Teutonia“ einziehen konnte, eines 1847 gegründeten deutschsprachigen Wohltätigkeitsvereins in der Türkei. An den Feierlichkeiten zur Eröffnung nahmen rund 150 geladene Gäste teil, darunter MWS-Präsidentin Ute Frevert, Generalkonsul des Deutschen Generalkonsulats Istanbul Johannes Regenbrecht, Vertreter der zahlreichen Universitäten der Stadt sowie weiterer Kooperationspartner des Orient-Instituts Istanbul.

Institutsdirektor Christoph K. Neumann erinnerte in seiner Eröffnungsrede an die Geschichte des Clubhaus Teutonia und skizzierte die zahlreichen Möglichkeiten, die sich dem OI Istanbul nun am neuen Standort eröffneten: „Mit diesem neuen Gebäude hat nun das Orient-Institut Istanbul die räumliche Infrastruktur, die unsere Mitarbeiter, unsere Veranstaltungen, vor allem aber unsere Bibliothek benötigen. Aber was mehr und in meinen Augen ein wirklich großes Geschenk ist, weil es über eine funktionslogische Sachgerechtigkeit hinausgeht: dieses Gebäude macht das Institut respektabel sichtbar, gibt ihm in der kulturellen Landschaft der Stadt und der Wissenschaftslandschaft der Türkei und Deutschlands einen Platz, der zum Raum nicht nur für Gediegenes, sondern Außergewöhnliches werden kann und werden soll.“

Traugott Fuchs-Archiv am Orient-Institut Istanbul

Nach Jahren ungewisser und oft prekärer Aufbewahrung an unterschiedlichen Orten konnte der reichhaltige Nachlass des deutschen Exilwissenschaftlers und Künstlers Traugott Fuchs in die neuen klimakontrollierten Archivräume des renovierten Teutonia-Hauses zusammengeführt werden. Gemeinsam mit dem Gebäude wurde auch das neue Gesamtarchiv von Traugott Fuchs sowie die Ausstellung „Halbherzige Verbannung: Erinnerungen an Çorum, 1944-46”, die bis Mitte Oktober am OI Istanbul zu sehen sein wird, eröffnet.  Außerdem wurde den geladenen Gästen der von Filmemacher Dirk Schäfer unter der Produktionsleitung von Richard Wittmann erstellte Dokumentarfilm „Traugott: Ein Leben im Exil in Istanbul“ präsentiert. Das Publikum in Deutschland hat Gelegenheit, den Film auf dem 24. Internationalen Türkischen Filmfestival in Frankfurt a. Main am 4. Juni um 18 Uhr im Deutschen Filmmuseum zu sehen.

Stiftungskonferenz und Gremiensitzung der Max Weber Stiftung

Im Vorfeld der Eröffnungsfeierlichkeiten fand am 14.-15. Mai bereits die MWS-Stiftungskonferenz zum Thema „Harmful Entanglements“ in Istanbul statt und die Gremien der Stiftung tagten vor Ort. Der Stiftungsrat beschäftigte sich unter anderen mit der zukünftigen Strategie der Stiftung in Hinblick auf das Max Weber Netzwerk Osteuropa sowie dem Evaluationsverfahren und der Berufung der neuen Direktion des Deutschen Historischen Instituts Washington.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Das Orient-Institut Istanbul ist ein geistes- und sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut der bundesunmittelbaren Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland. In enger Kooperation mit türkischen, deutschen und internationalen Wissenschaftlern*innen widmet es sich einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete auf dem Gebiet der Türkischen Studien in ihrer Verflechtung mit südosteuropäischen, mediterranen, iranischen, zentralasiatischen und kaukasischen Themen. Seine Arbeitsgebiete erstrecken sich von der Osmanistik und turkologischen Sprach- und Literaturwissenschaften über Kulturanthropologie und Musikwissenschaft bis hin zu Themen aus dem Bereich Science, Technology and Society. Außerdem ist das OI Istanbul ein Akteur im wissenschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und der Türkei.

Weitere Informationen und Kontakt:

Andrea Selimoğlu
Orient-Institut Istanbul
Galip Dede Cad. No. 65
TR - 34421 Beyoğlu – Istanbul
selimoglu(at)oiist.org
www.oiist.org  

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Pressemeldungen
news-12200 Mon, 06 May 2024 09:42:01 +0200 Entwirren oder Verstricken? Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung beleuchtet Verflechtung als Konzept https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/entwirren-oder-verstricken-stiftungskonferenz-der-max-weber-stiftung-beleuchtet-verflechtung-als-konzept.html Unter dem Titel „Harmful Entanglements“ findet am 14. und 15. Mai 2024 die diesjährige Stiftungskonferenz der Max Weber Stiftung (MWS) statt. Sie wird vom Orient-Institut (OI) Istanbul organisiert und in dessen neuem Institutsgebäude ausgerichtet. Die Konferenz zum Thema „Harmful Entanglements“ untersucht Potenziale und Grenzen des allgegenwärtigen Konzepts der „Verflechtung“ aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen wie den Geschichts-, Kunst- und Literaturwissenschaften. In einer Zeit, in der die Welt immer stärker vernetzt ist und sich schnell globalisiert, debattieren rund 30 internationale Wissenschaftler*innen verschiedene Ideen und Ansätze, mit diesen Verflechtungen, ihren Voraussetzungen und Konsequenzen umzugehen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Gebäudes des OI Istanbul im Stadtteil Beyoğlu statt. Die Keynotes halten Monica Juneja (Universität Heidelberg) und Eugene Rogan (Universität Oxford). Die Direktor*innen der MWS-Auslandsinstitute übernehmen die Moderation der einzelnen Panels, Konferenzsprache ist Englisch.

Die Stiftungskonferenzen sind ein festes Format der Max Weber Stiftung. Sie greifen Forschungsthemen der Auslandsinstitute der Stiftung auf und diskutieren sie international vergleichend sowie trans- und interdisziplinär. An den Stiftungskonferenzen beteiligen sich alle Institute sowie ihre Partner, sie werden jährlich von einem anderen Institut ausgerichtet. 

Das Programm der Konferenz sowie den Link zur Anmeldung in Präsenz finden Sie hier: https://www.oiist.org/veranstaltungen/

 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Das Orient-Institut Istanbul ist ein turkologisches, osmanistisches und regionalwissenschaftliches Forschungsinstitut der Max Weber Stiftung. In enger Kooperation mit türkischen und internationalen Wissenschaftler*innen widmet es sich einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete auf dem Gebiet der Türkischen Studien in ihrer Verflechtung mit südosteuropäischen, mediterranen, iranischen, zentralasiatischen und kaukasischen Themen. Seine Arbeitsgebiete erstrecken sich von der Osmanistik und turkologischen Sprach- und Literaturwissenschaften über Kulturanthropologie und Musikwissenschaft bis hin zu Themen aus dem Bereich Science, Technology and Society. Außerdem ist das Orient-Institut Istanbul aktiv auf dem Gebiet des wissenschaftlichen Austausches zwischen Deutschland und der Türkei.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Andrea Selimoğlu
Orient-Institut Istanbul
Galip Dede Cad. No. 65
TR - 34421 Beyoğlu – Istanbul

selimoglu(at)oiist.org
www.oiist.org  

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news-12073 Mon, 04 Mar 2024 08:22:40 +0100 Magdalena Saryusz-Wolska wird Direktorin am Deutschen Historischen Institut Warschau https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/magdalena-saryusz-wolska-wird-direktorin-am-deutschen-historischen-institut-warschau.html Zum 1. April 2024 übernimmt die Soziologin und Kulturwissenschaftlerin Magdalena Saryusz-Wolska die Leitung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Warschau. Sie folgt auf Miloš Řezník, der turnusgemäß nach zehnjähriger Amtszeit an die Philosophische Fakultät der Technischen Universität Chemnitz zurückkehrt. Magdalena Saryusz-Wolska, geboren 1980 in Łódź, ist Professorin für Kulturwissenschaften. Sie studierte Kulturwissenschaften und Soziologie an den Universitäten Łódź, Gießen und Mainz. 2008 wurde sie an der Universität Łódź zum Thema „Stadtgedächtnis. Filmische und literarische Repräsentationen urbaner Räume im Kontext des kollektiven Gedächtnisses“ promoviert. Anschließend arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Medien und Audiovisuelle Kultur der Universität Łódź. In den Jahren 2010 bis 2015 koordinierte sie am Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften das Projekt „Modi memorandi. Lexikon der Erinnerungskultur”. Seit 2015 war Magdalena Saryusz-Wolska Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich „Funktionalität von Geschichte in der Spätmoderne“ am DHI Warschau und wurde 2016 an der Universität Warschau zum Thema „Ikonen der Normalisierung. Visuelle Kulturen Deutschlands 1945-1949“ habilitiert.

Magdalena Saryusz-Wolska ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen zum kollektiven Gedächtnis, zur Geschichte des polnischen und des deutschen Kinos sowie zur Rezeption historischer Filme und visueller Kultur. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehören die Monographie „Mikrogeschichten der Erinnerungskultur: ‚Am grünen Strand der Spree‘ und die Remedialisierung des Holocaust“ (De Gruyter York 2022) sowie Beiträge in „Memory Studies“, „The Public Historian“ und „The German Studies Review“. Ihr besonderes Forschungsinteresse gilt polnischen und deutschen Erinnerungskulturen, der Rezeptionsforschung sowie der Film- und Mediengeschichte nach 1945.

Die Aufgabe des Deutschen Historischen Instituts Warschau mit seinen Außenstellen in Prag und Vilnius besteht in der thematisch und chronologisch breit angelegten innovativen Grundlagenforschung zur Geschichte Polens und der deutsch-polnischen Verflechtungen im internationalen Kontext. 2022 wurde die Initiative „Forschungsperspektive Ukraine“ für geflüchtete ukrainische Forscherinnen und Forscher realisiert. Das Institut ist Teil der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. Die Stiftung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

 

Weitere Informationen und Kontakt:
Kinga Wołoszyn-Kowanda
Josephine Schwark
Deutsches Historisches Institut Warschau
Pałac Karnickich
Aleje Ujazdowskie 39
PL-00-540 Warszawa
Tel. +48 22 525 83 22

woloszyn-kowanda(at)dhi.waw.pl
schwark(at)dhi.waw.pl

 

 

 

 

 

 

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news-11960 Tue, 19 Dec 2023 10:46:15 +0100 Max Weber Stiftung gründet Netzwerk Osteuropa https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/netzwerk-osteuropa.html Der Stiftungsrat der Max Weber Stiftung (MWS) traf am 17. November weitreichende Entscheidungen. Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bekräftigte er die Absicht, die Russland-Kompetenz der Stiftung nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auch auszubauen. Zum einen bleibt die Infrastruktur des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Moskau mit zentralen Dienstleistungen erhalten. Zum anderen beschloss der Stiftungsrat die Gründung eines dezentral organisierten Netzwerks Osteuropa mit einem ersten Standort in Tbilisi/Georgien. Der Stiftungsrat berief Sandra Dahlke zur Direktorin des Netzwerks sowie Andreas Hilger zu ihrem Stellvertreter und Leiter des Büros Georgien. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die politischen Repressionen in Russland und Belarus sowie die massive Bedrohung der Wissenschaftsfreiheit haben die Arbeitsmöglichkeiten für Osteuropawissenschaftler*innen stark eingeschränkt. Forschungsreisen nach Russland und Belarus sind derzeit nicht möglich, zahlreiche Beschäftigte des DHI Moskau mussten an anderen Standorten der MWS eingesetzt werden. Dieser veränderten Lage trägt die MWS mit dem Aufbau eines Osteuropa-Netzwerks Rechnung, das künftig die Kapazitäten der Stiftung in der Region bündeln wird und auf Erweiterung angelegt ist. Ein erster Standort in Tbilisi/Georgien soll nachhaltige Forschungs- und Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Wissenschaftler*innen an deutschen Einrichtungen und in der Kaukasus-Region schaffen. Das Netzwerk wird um das vom DHI Warschau aufgebaute Büro in Vilnius/Litauen erweitert und soll perspektivisch auch durch Infrastrukturen in Helsinki/Finnland, wo besonders große einschlägige Bibliotheksbestände außerhalb Russlands angesiedelt sind, und der Ukraine komplettiert werden. „Wir freuen uns, damit in der Max Weber Stiftung eine Struktur geschaffen zu haben, die zur Erforschung der russischen bzw. sowjetischen Geschichte an Standorten einlädt, an denen frei und unabhängig gearbeitet werden kann“, so MWS-Präsidentin Ute Frevert.

Sandra Dahlke und Andreas Hilger leiten das Netzwerk

Der Stiftungsrat bestellte die Osteuropahistorikerin Sandra Dahlke zur Direktorin des neuen Netzwerks. Sie studierte Geschichte und Slawistik in Paris, Köln und Hamburg und leitete seit 2018 das DHI Moskau. Andreas Hilger, bisher stellvertretender Direktor des DHI Moskau, wurde zu ihrem Stellvertreter und zum Leiter des Büros in Georgien berufen.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Projektseite Max Weber Netzwerk Osteuropa

 

Carla Schmidt
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Geschäftsstelle
Rheinallee 6
53173 Bonn

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news-11949 Wed, 06 Dec 2023 09:34:27 +0100 „Connect.Collaborate.Create.“-Konferenz setzt wegweisende Schwerpunkte in Citizen Science und Participatory Research https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/connect-collaborate-create.html Vom 19. bis 21. Oktober 2023 fand die Konferenz „Connect.Collaborate.Create. Bridging Communities for Participatory Research and Citizen Science 2023” in Paris statt. Die gemeinsame Veranstaltung der EU-geförderten Projekte COESO und PRO-Ethics unter Beteiligung der Max Weber Stiftung brachte über 170 Teilnehmende aus verschiedenen Kontinente zusammen und fokussierte sich auf ethische und partizipative Ansätze im Bereich von Citizen Science und Participatory Research, insbesondere innerhalb der Sozial- und Geisteswissenschaften. Das partizipative Format der Veranstaltung, inspiriert von „That Camps“ und „Unkonferenzen“, ermöglichte eine frühzeitige Zusammenarbeit der Teilnehmenden bereits in der Planungsphase der Konferenz. Um die Interessen unterschiedlicher Stakeholder-Gruppen abzudecken, wurde in Paris ein kollaborativer Raum zum Erkunden und Ausprobieren geschaffen, der neben traditionellen Formaten auch kreative interaktive Workshops und Netzwerk-Sessions umfasste. So konnten – entsprechend des Konferenztitels – Brücken zwischen unterschiedlichen Themen, Bereichen und Stakeholder-Gruppen geschlagen werden, die aktive Beiträge für die Gestaltung der Zukunft von Citizen Science und Participatory Research einbrachten.

Inhaltlich konzentrierte sich die Konferenz auf drei Aspekte, die an allen Veranstaltungstagen behandelt wurden: die Unterstützung und Ermöglichung von Citizen Science und Participatory Research, die Umsetzung von Projekten sowie Evaluations- und Bewertungsprozesse. Lebhafte Diskussionen über Netzwerke, Infrastrukturen, unterstützende Services, Methodologien, Ko-Kreation, Data Justice und ethisch-partizipative Ansätze prägten die Sessions.

Insgesamt schuf die Konferenz einen inspirierenden Raum für Austausch, der von den Teilnehmenden als stimulierend wahrgenommen wurde und die engere Zusammenarbeit zwischen den Praktizierenden von Participatory Engagement, Citizen Science und ihren Unterstützern fördern konnte. Insbesondere die vielfältige Mischung an Stakeholdern eröffnete neue Perspektiven für zukünftige Kollaborationen. Die Max Weber Stiftung engagiert sich insbesondere bei der Vermittlung zwischen dem Wissenschaftsbereich und dem weiten Bereich der Citizen Science und beteiligt sich am Aufbau wissenschaftsgetriebener Forschungsinfrastrukturen.

Das detaillierte Konferenzprogramm und visuelle Eindrücke von der Konferenz sind weiterhin auf der Webseite zu finden. Videos der Keynotes und einiger Panels sind auf dem OPERAS- YouTube-Kanal verfügbar. Der Konferenzbericht wird Anfang Dezember auf ZENODO veröffentlicht.

 

Das COESO-Projekt (Collaborative Engagement on Societal Issues) wird seit Januar 2021 bis Ende Dezember 2023 von der EU gefördert. Die Max Weber Stiftung ist neben 14 weiteren Partnern aus 6 europäischen Ländern einer der Projektpartner. Das Hauptanliegen des Projektes ist es, als Treffpunkt zwischen den europäischen Communities zu fungieren - der sozial- und geisteswissenschaftlichen, der Citizen Science, sowie der Open Scholarly Communication Community. Es soll dazu beitragen Hürden zu überwinden, die die Entwicklung von Citizen Science in den Sozial- und Geisteswissenschaften hemmen und Participatory Research zu erleichtern und zu unterstützen. Im Rahmen des Projektes wird die VERA Plattform entwickelt, die Forschenden und engagierten „Stakeholdern“ die Möglichkeit bietet zu kooperieren, Projekte zu managen und nach geeigneten Fördermöglichkeiten zu suchen.

Das PRO-Ethics-Projekt wurde von der Europäischen Kommission für den Zeitraum Januar 2020 bis Dezember 2023 finanziert. Koordiniert vom Zentrum für Soziale Innovation (ZSI), bringt es ein Konsortium von 14 Partnern aus 11 europäischen Ländern zusammen – darunter Forschungsförderorganisationen (RFOs), Universitäten, Forschungs- und Technologieorganisationen und akademische Forschungseinrichtungen – mit dem Ziel, neue, ethische Partizipationsprozesse zu erproben. Über einen Zeitraum von vier Jahren hat das Konsortium mit partizipativen Aktivitäten in Forschungsförderorganisationen experimentiert und auf dieser Grundlage ein Leitliniendokument in Form eines ‚Ethics Frameworks‘ mit konkreten Empfehlungen für eine ethische Beteiligung von Bürger*innen und Interessenvertreter*innen an F&I-Prozessen entwickelt.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die Max Weber Stiftung beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Marlen Töpfer
Referentin für COESO
Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6
53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 55
E-Mail: toepfer[at]maxweberstiftung.de
 

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news-11937 Wed, 29 Nov 2023 15:35:34 +0100 „Von Alaska bis Feuerland“: mit dem „Wissen entgrenzen“-Podcast auf den Spuren der Mobilität in Amerika https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/wisse-entgrenzen-16-mobilitaet.html In der aktuellen Episode des Podcasts „Wissen entgrenzen“ begeben sich die Historiker Andreas Greiner und Mario Peters vom Deutschen Historischen Institut (DHI) Washington auf eine Reise durch die Geschichte der Mobilität und Verkehrsinfrastrukturen Amerikas im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Von den Nadelwäldern Alaskas, über die Wüste Kaliforniens durch die tropischen Regenwälder Lateinamerikas bis zur südlichsten Spitze Argentiniens: Bereits im 19. Jahrhundert träumten gewiefte Geschäftsleute, ehrgeizige Politiker und findige Ingenieure von einer durchgehenden Verkehrsachse, um den nord- und südamerikanischen Kontinent miteinander zu verbinden. Mario Peters, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DHI Washington, forscht zu zwei wegweisenden Infrastrukturprojekten der damaligen Zeit: der Idee einer interamerikanischen Eisenbahn am Ende des 19. Jahrhunderts und dem Konzept einer interkontinentalen Autobahn in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Beide Projekte hatten nicht nur das Ziel, das Reisen auf dem amerikanischen Kontinent zu erleichtern, sondern waren auch von wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen getrieben, wie Mario Peters im Podcast erläutert.

Andreas Greiner, ebenfalls Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DHI Washington, forscht zur Entstehung des modernen Luftverkehrs in der Zwischenkriegszeit. Die Podcastfolge beleuchtet die Rolle der zivilen Luftfahrt ab den späten 1920er Jahren und wie die USA die Entwicklung dieses Verkehrsmittels unterstützten, um ihren geopolitischen Einfluss zu stärken und einen schnelleren Post- und Warenverkehr zu ermöglichen. Darüber hinaus diskutieren die Forscher, wie diese historischen Entwicklungen mit aktuellen Fragestellungen im Bereich der Migration verbunden sind und zeigen auf, wie die Mobilitätsgeschichte von damals bis in die Gegenwart nachwirkt.

Jetzt auf Soundcloud und Spotify: „Wissen entgrenzen #16: Mobilität in den Amerikas im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert“ (hier anhören). „Wissen entgrenzen“ ist ein Podcast-Projekt der Max Weber Stiftung in Zusammenarbeit mit ihren Auslandsinstituten. Moderation Janine Funke, Redaktion Lena Rüßing.

Weiterlesen im MWS-Themenportal:
Mario Peters: ‚In sieben Tagen von Rio nach New York!‘ Panamerikanismus, Mobilität und Wissen
Andreas Greiner: Politik über den Wolken. Die Entstehung des modernen Luftverkehrs in der Zwischenkriegszeit

 

Deutsches Historisches Institut Washington
Das Deutsche Historische Institut (DHI) Washington mit seinem Pazifikbüro an der University of California, Berkeley, ist ein Zentrum für transatlantische, transregionale und transozeanische historische Forschung. Durch seine Förderprogramme, Veranstaltungen und Publikationen dient das DHI Washington als Brückenbauer über Länder- und Disziplingrenzen hinweg. Deutsche/Europäische und Jüdische Geschichte, amerikanische und transatlantische Geschichte sowie globale und transregionale Geschichte markieren die strukturgebenden Arbeitsbereiche des Instituts, Migration und Mobilität, Wissensgeschichte und Digital History seine profilgebenden Forschungsschwerpunkte.

Max Weber Stiftung
Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung.

Weitere Informationen und Kontakt:

Carla Schmidt
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 38
E-Mail: schmidt[at]maxweberstiftung.de

www.maxweberstiftung.de

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news-11816 Thu, 21 Sep 2023 12:11:08 +0200 Podiumsdiskussion „Was ist Wahrheit?“ in der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ am 5. Oktober 2023 | 19 Uhr | Hamburg https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/gig-wahrheit.html Die Leichtigkeit, mit der sich heute „alternative Fakten“ verbreiten lassen, ist erstaunlich wie auch besorgniserregend. Sie stellt die Wissenschaft bei der Verbreitung von Forschungsergebnissen und ihrem Ringen um „Wahrheit“ vor zunehmende Probleme. Vor diesem Hintergrund laden Akademienunion und Max Weber Stiftung gemeinsam mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg am 5. Oktober 2023 um 19 Uhr zum Thema „Was ist Wahrheit“ ins Hotel Baseler Hof in Hamburg ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ statt. Auf dem Podium sind: Prof. Dr. Peter Geimer, Prof. Dr. Mojib Latif und Prof. Dr. Maren Urner. Mit der Suche nach „der Wahrheit“ verbindet sich seit jeher die zentrale Frage „Was ist eigentlich Wahrheit?“ Gibt es immer nur eine? Und zieht „Wahrheit“ automatisch eine zielgerichtete Aktion nach sich? Wer erzählt wem welche Geschichte? Vermitteln die Medien Belegbares oder ist das nur Clickbaiting? Wie wird Geschichte heute und früher (visuell) vermittelt? Wahrheit oder Lüge – Wissenschaft oder gefühlte Fakten? Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch? Die Podiumsdiskussion bringt Forschende aus verschiedenen Bereichen zusammen, um die Mechanismen von Erzählung und Wahrheit zu beleuchten und dabei auch die Rolle der Medien in diesem Prozess zu hinterfragen. Interessierte sind herzlich eingeladen sich in die Diskussion einzubringen.

Auf dem Podium diskutieren:

- Prof. Dr. Peter Geimer, Kunsthistoriker, Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte (DFK Paris), Professor für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin

- Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel / Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Präsident der Akademie der Wissenschaften in Hamburg

- Prof. Dr. Maren Urner, Neurowissenschaftlerin, Professorin für Medienpsychologie an der HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, Autorin und Mitbegründerin von „Perspective Daily“

Moderation: Stephanie Rohde

„Geisteswissenschaft im Dialog“ ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Max Weber Stiftung. Sie leistet seit 2010 einen signifikanten Beitrag zum Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Veranstaltung „Was ist Wahrheit?“ findet in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg im Gartensaal des Hotels Baseler Hof statt am:

Donnerstag, 5. Oktober 2023, 19:00 Uhr

im Gartensaal des Hotels Baseler Hof, Esplanade 15, 20354 Hamburg

 

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich bis zum 1. Oktober: maxweberstiftung.de/gid

Informationen zur Veranstaltungsreihe: gid.hypotheses.org


Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die Max Weber Stiftung beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung.
www.maxweberstiftung.de

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist der Zusammenschluss der acht deutschen Wissenschaftsakademien der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Sie vertritt die gemeinsamen Interessen dieser Akademien auf der Bundesebene ebenso wie im internationalen Kontext und koordiniert das Akademienprogramm, das weltweit größte geistes- und sozialwissenschaftliche Förderprogramm zur Sicherung, Dokumentation und Erschließung des kulturellen Erbes im In- und Ausland. Die Akademienunion beteiligt sich an der Weiterentwicklung des deutschen und europäischen Wissenschaftssystems, der gemeinsamen Gesellschafts- und Politikberatung der deutschen und internationalen Akademien(-zusammenschlüsse) und lädt regelmäßig an verschiedenen Orten zum Dialog über aktuelle Themen aus der Wissenschaft ein.
www.akademienunion.de

Der Akademie der Wissenschaften in Hamburg vereint Spitzenforscherinnen und -forscher aus allen Bereichen der Wissenschaft in Norddeutschland. Sie trägt dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Institutionen zu intensivieren. Sie fördert Forschungen zu gesellschaftlich bedeutenden Zukunftsfragen und wissenschaftlichen Grundlagenproblemen und macht es sich zur besonderen Aufgabe, Impulse für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu setzen. Die Grundausstattung der Akademie wird finanziert von der Freien und Hansestadt Hamburg. Präsident der Akademie ist Prof. Dr. Mojib Latif. Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg ist Mitglied in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.
www.awhamburg.de

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news-8523 Thu, 20 Apr 2023 10:00:00 +0200 Freiheit – wovon? wozu? – Diskussion am 3. Mai 2023 | 18 Uhr | Berlin https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/gid-diskussion-freiheit.html Zur Diskussion laden am 3. Mai 2023 um 18 Uhr die Akademienunion und die Max Weber Stiftung mit ihrer gemeinsamen Veranstaltungsreihe Geisteswissenschaft im Dialog in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ein. Auf dem Podium: Ute Frevert und Christoph Markschies. Mit dem Begriff der „Freiheit“ sind viele Gefühle und Assoziationen verbunden. Freiheit kann Versprechen, aber auch Bürde sein. Freiheit ist individuell, aber auch kollektiv. Was genau lässt sich aber unter Freiheit verstehen? Was bedeutet es, wirklich frei zu sein und wie können wir unsere individuelle Freiheit mit dem Gemeinwohl in Einklang bringen? Wo liegen die Grenzen von Freiheit – heute oder auch in der Vergangenheit?

Diese und viele weitere Fragen diskutieren auf dem Podium die Historikerin Ute Frevert, Präsidentin der Max Weber Stiftung und Direktorin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, und der Theologe und Historiker Christoph Markschies, Präsident der Akademienunion sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften – gerne auch gemeinsam mit Ihnen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich vorab mit ihren eigenen Fragen und Statements in die hochaktuelle Diskussion einzubringen.

„Geisteswissenschaft im Dialog“ ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Max Weber Stiftung. Sie leistet seit 2010 einen signifikanten Beitrag zum Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Die Veranstaltung „Freiheit – wovon? wozu?“ am 3. Mai findet in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich bis zum 30. April: gid(at)maxweberstiftung.de

Informationen zur Veranstaltungsreihe: gid.hypotheses.org

 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die Max Weber Stiftung beste Voraussetzungen für exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. www.maxweberstiftung.de

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist der Zusammenschluss der acht deutschen Wissenschaftsakademien der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Sie vertritt die gemeinsamen Interessen dieser Akademien auf der Bundesebene ebenso wie im internationalen Kontext und koordiniert das Akademienprogramm, das weltweit größte geistes- und sozialwissenschaftliche Förderprogramm zur Sicherung, Dokumentation und Erschließung des kulturellen Erbes im In- und Ausland. Die Akademienunion beteiligt sich an der Weiterentwicklung des deutschen und europäischen Wissenschaftssystems, der gemeinsamen Gesellschafts- und Politikberatung der deutschen und internationalen Akademien(-zusammenschlüsse) und lädt regelmäßig an verschiedenen Orten zum Dialog über aktuelle Themen aus der Wissenschaft ein. www.akademienunion.de

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (vormals Preußische Akademie der Wissenschaften), die unter wechselnden Namen auf eine bewegte über dreihundertjährige Geschichte zurückblickt, wurde vor dreißig Jahren durch einen Staatsvertrag zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg in der Tradition ihrer Vorgängereinrichtungen als Reformakademie neu konstituiert und feiert dieses Jubiläum 2023. Sie ist eine durch ein Netzwerk herausragender in- wie ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler getragene Großforschungseinrichtung auf dem Gebiet der Geistes- und Kulturwissenschaften, engagiert sich in der Politik- und Gesellschaftsberatung (beispielsweise auf dem Feld der Gesundheitspolitik und der Wissenschaftssystemberatung) und kommuniziert in vielfältigen Formaten mit verschiedensten Öffentlichkeiten über Wissenschaft. www.bbaw.de

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
Boran Özer
Referent für Veranstaltungen
Rheinallee 6, 53173 Bonn
Tel.: +49 (0)228 377 86 16 
oezer(at)maxweberstiftung.de
www.maxweberstiftung.de

Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Dr. Annette Schaefgen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstr. 22/23, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30 325 98 73 70
schaefgen(at)akademienunion-berlin.de
www.akademienunion.de

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Marta Dopieralski-Plessmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
Tel.: +49 (0)40 42 94 86 69 24
Fax: +49 (0)40 42 94 86 69 25
marta.dopieralski@bbaw.de
www.bbaw.de

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news-8444 Tue, 14 Mar 2023 09:16:00 +0100 Suchen, finden, netzwerken – die neue Discovery-Plattform GoTriple für die Geistes- und Sozialwissenschaften https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/discovery-plattform-gotriple.html Das TRIPLE-Projekt, das die EU im Rahmen des Horizon-2020-Programms seit drei Jahren fördert, stellt zum Projektabschluss im März 2023 den multilingualen Discovery Service GoTriple vor. Als Teil des OPERAS Service Portfolios wird GoTriple auch nach Projektende weiterhin angeboten. Die Entwicklung des Discovery Service  GoTriple stand im Zentrum des Projekts, an dem seit 2019 neben der Max Weber Stiftung 21 weitere Konsortiumsmitglieder aus 15 Ländern mitgearbeitet haben. Das Alleinstellungsmerkmal von GoTriple ist seine Mehrsprachigkeit, die auf einem eigens für dieses Projekt entwickelten  multilingualen Vokabular basiert. Der Dienst versammelt Publikationen in derzeit elf verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Slowenisch, Spanisch, Ukrainisch) aus 27 Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Publikationen sind mit offenen Metadaten angereichert. Suchfilter erlauben, spezifisch nach Open-Access-Publikationen und/oder bestimmten Lizenzmodellen zu suchen.

Darüber hinaus bietet der Dienst weitere innovative Features: Das Recommender System schlägt basierend auf vorherigen Suchanfragen themenverwandte Publikationen, Autoren- und Nutzerprofile sowie vergleichbare Projekte zur Ansicht vor. Das Trust Building System ermöglicht Benutzern der Plattform ihre sozialen Kontakte miteinander zu verknüpfen und der integrierte Crowdfunding Channel unterstützt Forschende dabei, Kommunikationskampagnen zu entwickeln und eine Finanzierung für eigene Projekte zu organisieren. Mit dem Tool Pundit lassen sich Online-Publikationen Annotationen beifügen, die wiederum geteilt werden können. Über die integrierten Visualisierungstools Streamgraph und Knowledge Map können die Ergebnisse einer Recherche visuell aufbereitet und ausgewertet werden.

Wer die optionale Funktion zur Registrierung bei GoTriple nutzt, kann ein Profil anlegen und dort die eigenen Publikationen, Arbeitsfelder und wissenschaftliche Interessen hinterlegen. Ein integriertes Chatsystem ermöglicht die direkte Kontaktaufnahme unter den Nutzerinnen und Nutzern dieses Dienstes. Ein weiteres Angebot umfasst das  TRIPLE Training Toolkit, das die optimale Benutzung der Triple-Angebote vermittelt.

Das Kernanliegen von GoTriple besteht darin, die Vernetzung und Zusammenarbeit in der Wissenschaft zu vereinfachen und zu fördern. Auch wenn der Service zunächst auf die Ausbildung von akademischen Netzwerken abzielt, soll weitergehend auch die Einbeziehung einer aktiven Bürgergesellschaft in die wissenschaftliche Welt ermöglicht und gestärkt werden.

Ein Überblick über das Projekt findet sich auf der Projektwebsite:  project.gotriple.eu

Der Discovery Service GoTriple ist unter folgender Adresse zu finden:  gotriple.eu

 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Sona Arasteh
Kommunikationsreferentin TRIPLE Project
Max Weber Stiftung –
Deutsche Geisteswissenschaftliche
Institute im Ausland
Rheinallee 6 · 53173 Bonn
arasteh[at]maxweberstiftung.de

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news-8426 Mon, 06 Mar 2023 11:05:00 +0100 Jens Hanssen wird Direktor am Orient-Institut Beirut https://mxwbr.topskunden.de/presse/aktuelles-presse/einzelansicht-pressemeldungen/hanssen-oi-beirut.html Der Stiftungsrat der Max Weber Stiftung hat Historiker Jens Hanssen zum 1. Juli 2023 als neuen Direktor des Orient-Institut Beirut (OIB) berufen. Er folgt auf Thomas Würtz, der das Institut seit Oktober 2022 kommissarisch leitete. Von 2017 bis 2022 war Birgit Schäbler Direktorin des OIB. Professor Jens Hanssen lehrt seit 2002 zur Geschichte des Nahen Ostens und des Mittelmeerraums an der Universität Toronto. Zuvor war er unter anderem DAAD Forschungsstipendiat der American University of Beirut und Stipendiat des Orient-Instituts, wo er 1999 auch dem akademischen Beratungsausschuss des libanesischen Ministeriums für Kultur und Hochschulbildung angehörte. Hanssen hat an der Universität Oxford über die moderne Stadtgeschichte Beiruts promoviert, war Sokrates-Stipendiat am Maison Méditerranéenne des Sciences de l'Homme der Universität Aix-en-Provence/Marseille und hatte ein Postdoc-Stipendium der Thyssen-Stiftung zur Erforschung der arabischen Renaissance.

Jens Hanssen publiziert zu den Zusammenhängen zwischen intellektuellen Trends und urbaner Kultur im modernen Nahen Osten, insbesondere der Nahda und der arabischen Linken. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf postnationalen Geschichten der Moderne; der spätosmanischen Herrschaft in den arabischen Provinzen; dem Antikolonialismus und den anti-autoritären Revolutionen in Nordafrika und dem Nahen Osten. Derzeit forscht er über Palästina und zur Verschränkung deutsch-jüdischer und arabischer Geistes- und Theoriegeschichte. Dazu hat er eine Reihe von Essays verfasst, unter anderem „Kafka und Araber,“ „Hannah Arendt und der Nahe Osten,“ „Ernst Bloch und Husayn Muruwwah entdecken Avicenna“ und „Nietzsche in der arabischen Kulturkritik“.

Hanssen ist derzeit Vorstandsmitglied der Middle East Studies Association of North America und sitzt im Internationalen Beirat der al-Khalidi Bibliothek zu Jerusalem.

Das Orient-Institut Beirut (OIB), gegründet 1961, betreibt und fördert Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften mit Bezug auf die arabische Welt und den weiteren Mittleren Osten. Die klassischen historischen und philologischen Ansätze werden kombiniert mit Disziplinen wie Philosophie, Sozialanthropologie, Politikwissenschaft, Soziologie, Literaturwissenschaft und Genderforschung. Dem Arabischen als Wissenschaftssprache kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Ebenso wichtig sind die globale Verortung und die Entgrenzung von Vorgängen und Phänomenen innerhalb der Region sowie Zusammenarbeit und Austausch mit Institutionen und Forschenden vor Ort.

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung.

 

Weitere Informationen und Kontakt:

Sarah El Bulbeisi
Rue Hussein Beyhum 44
Zokak el-Blat
P.O.B. 11-2988
11072120 Riad El Solh
Beirut, Libanon
El-Bulbeisi(at)orient-institut.org
www.orient-institut.org

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