Die politischen Spannungen der Gegenwart wirken im Vergleich zu denen der Zwischenkriegszeit fast harmlos. Die Demokratie war nach dem Ersten Weltkrieg in Europa alles andere als Konsens. Wenn monarchistisches, konservatives, sozialistisches, kommunistisches und faschistisches Gedankengut in Zeitungen, Parlamenten und öffentlichen Räumen miteinander in Konflikt traten, dann standen dabei Fragen von fundamentaler gesellschaftlicher Tragweite auf dem Spiel. Angst scheint dabei eine eminent präsente und für das Handeln der Akteure entscheidende Emotion gewesen zu sein. Angst wird in diesem Panel sowohl als Bezugswert in politischen Debatten als auch als Faktor der Radikalisierung untersucht. Die Podiumsdiskussion taucht damit in das Herz des »Zeitalters der Extreme« (Eric Hobsbawn) und des »Dunklen Kontinents« (Mark Mazower) ein und betrachtet Angst als Motor der historischen Entwicklung.
Diskutanten: Mark Jones (University College Dublin), Nicolas Roussellier (Sciences Po Paris), Danielle Tartakowsky (Univ. Paris VIII) und Andreas Wirsching (IfZ München)
Moderation: Alexandre Bibert (DHIP)
Anmeldung für eine Online-Teilnahme: Zoom.
Für eine Teilnahme vor Ort ist keine Anmeldung erforderlich.
Veranstaltung mit Simultanübersetzung (Deutsch/Französisch)