10.12.2025, 19:00-21:00
Orient-Institut Istanbul
Sprache: Englisch
Der heutige Abend widmet sich der wissenschaftlichen Diskussion des Buches Forging National Music on Both Sides of the Aegean in the 19th and 20th Centuries (2025) von Cüneyt Ersin Mıhcı. Die Studie untersucht, wie sich Musik im neunzehnten Jahrhundert in Griechenland und im späten Osmanischen Reich als Medium der Artikulation nationaler Identität und Zugehörigkeit entwickelte. Durch die Analyse kultureller und politischer Rahmenbedingungen, die musikalische Debatten und Schulgesänge prägten, zeigt das Buch, wie Komponist*innen und Intellektuelle nationale Musik im Kontext von Modernisierung und Nationenbildung dachten. Nach einem kurzen Einführungsvortrag des Autors zu Methodik und Forschungsansatz folgt eine Diskussion mit den Expert*innen Martin Greve und Evangelia Chaldæaki, die die Erkenntnisse des Buches über die Verflechtungsgeschichte von Musik, Nationalismus und Identität in Griechenland und dem Osmanischen Reich reflektieren.
Das Buch kann hier heruntergeladen werden:
https://books.ub.uni-heidelberg.de/heibooks/catalog/book/1255
Kurzbiografien der Referent*innen:
Cüneyt Ersin Mıhcı studierte Historische Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg. In seiner Dissertation Forging National Music on Both Sides of the Aegean in the 19th and 20th Centuries untersuchte er die Rolle von Musik bei der Herausbildung nationaler Identitäten in Griechenland und im späten Osmanischen Reich. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Projekt Corpus Musicae Ottomanicae und ist seit Februar 2024 Leiter des Musikologie-Forschungsbereichs am Orient-Institut Istanbul.
Evangelia Chaldæaki promovierte an der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen mit einer Arbeit über Volksmusik in türkischen und griechischen Musiksammlungen der späten Osmanischen Zeit. Sie forscht zu griechischer und türkischer Musik, Kultur und Folklore und ist aktive Musikerin und Chorleiterin. Derzeit ist sie Postdoktorandin und Lehrbeauftragte an der Universität Ioannina und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Orient-Institut Istanbul im DFG-Projekt Corpus Musicae Ottomanicae.
Martin Greve forscht seit über 30 Jahren zur Musik in der Türkei, besonders zu Musik von ethnischen und religiösen Minderheiten sowie zum Verhältnis von Musik und Migration. Er ist am Orient-Institut Istanbul und Orient-Institut Beirut tätig.
Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Die Teilnahme ist kostenlos.
Für die Teilnahme vor Ort melden Sie sich bitte hier über das Formular an.
Für die Online-Teilnahme ist keine Anmeldung erforderlich.
Während der Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen gemacht. Mit Ihrer Teilnahme erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Aufnahmen auf der Website, im Newsletter und in den Social-Media-Kanälen des OII einverstanden. Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.
Veranstaltungsort:
Orient-Institut Istanbul
Galip Dede Cad. 65, Şahkulu Mah., TR – 34421 Istanbul