Les Secrets de la peinture. Pratique et théorie de la peinture, de la manière et de la matérialité dans l’art du XVIIIe siècle français

07.12.2023, Kolloquium, DHI Paris, vor Ort und online

Les Secrets de la peinture. Zu Praxis und Theorie von Malfarbe, Manier und Materialität in der Kunst des französischen 18. Jahrhunderts

Internationales Kolloquium organisiert von Markus A. Castor (DFK Paris), Deborah Schlauch (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel/Philipps-Universität Marburg) und Marie Isabell Wetcholowsky (Philipps-Universität Marburg) 

Das Kolloquium versucht einen ersten Schritt zu einem Reset einer empirischen Perspektive im Blick auf die Malerei als spezifische materielle Überlieferung der bildenden Kunst am Beispiel der französischen Malerei des 18. Jahrhunderts. Was lässt die Malerei als technisch-künstlerische Arbeit an berechtigten Aussagen über die kunstsoziologischen Bedingungen zu, und was sagt die theoretische Reflexion kunst­kritischer Zeugnisse (Salons, Akademie­konferenzen, Traktate) über die Peinture der Bilder, das Fecit aus? Die dem Kanon aristokratischer Normen entsprechende Ausbildung des Connoisseur­ship, der Discours zur Künstler*innen­ausbildung und einer erwachenden Kunstkritik, diesem steht die Praxis an Akademien und Ateliers gegenüber. In solcherlei Rückkopplungssystem, mit einer inkrementellen Vermehrung technischer Bild­verfahren im Laufe des Jahrhunderts (Enkaustik, Pastell, farbige druck­grafische Verfahren) und einem sich verschiebenden Kunstmarkt entwickelt sich ein genauer Blick auf die Arbeit des Pinsels und eine die »handwerklichen« Kapazitäten beschreibende Terminologie. Dies kommt nicht zuletzt in einer autorepräsentativen Malerei zum Ausdruck, welche die wesentliche Leistung der gemalten Produktion, häufig in Selbst­porträts oder allegorischen Selbst­darstellungen, in den Fokus stellt. Das Kolloquium will diesen Zusammenhängen in Einzel­studien und einer Konzentration auf die Werke unter drei wesentlichen Aspekten nachgehen: 

  1. Praxis des Bildes, Praxis des Wortes: beschreibende Analysen ausgewählter Beispiele als Methode (Ekphrasis der Farbe, Kennerschaft, Kunst­geschichte)
  2. Theorie: Peinture zwischen Künstler*innen­reflexion und Kunst­kritik (der akademische Diskurs und die Kunst­kritik)
  3. Mit Délicatesse und Sprezzatura: Nomenklaturen und die Poësis der Bild­beschreibung

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Programm folgt.

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